Der Frank liebt die Gudrun

SULGEN. Die Schulzeit bleibt den meisten Leuten ein Leben lang in Erinnerung. Am Bistroabend erzählten die Gäste von lustigen und traurigen Erlebnissen.

Hugo Berger
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Doris Gisler, Eveline Bürgi und Kurt Bräker erzählen am Bistroabend von ihren Erfahrungen als Lehrpersonen. (Bild: Hugo Berger)

Doris Gisler, Eveline Bürgi und Kurt Bräker erzählen am Bistroabend von ihren Erfahrungen als Lehrpersonen. (Bild: Hugo Berger)

Zwei alte Schulbänke im evangelischen Kirchgemeindehaus wiesen am Bistroabend auf das Thema hin: die Schulzeit. Frank Sachweh, evangelischer Pfarrer von Sulgen, stimmte mit einer Geschichte von Jeremias Gotthelf auf den Abend ein. Was damals nicht selbstverständlich war: Peterli darf rechnen und schreiben lernen. Doch es fehlen ihm vier Batzen, um eine Tafel und einen Griffel zu kaufen. Zudem sind seine Eltern nicht unbedingt dafür, dass er die Schule besucht. Denn sie sind überzeugt: «Rechnen und Schreiben macht schlechte Leute.»

Erste Liebe in der Schule

Eng verknüpft mit der Schulzeit ist oft auch die erste Liebe. Diese will man vor den Mitschülern und vor allem vor dem Lehrer geheim halten. Wie peinlich es ist, wenn alle Welt davon erfährt, berichtete ein Besucher. «Wir hatten im Schulzimmer eine Wandtafel, die man wie Fensterläden öffnen konnte. Als der Lehrer sie morgens auseinander faltete, standen dort in grossen Buchstaben unsere Namen: «Frank liebt Gudrun.»

Peinliche Situation

Dass ein Versprecher auch nach Jahren noch für Lacher sorgt, erfuhren die Besucher von Martin Hausammann. «Mein Banknachbar war so gescheit, dass ich ihm alles glaubte», erzählte er. In einer Geschichte, die er nacherzählen sollte, ging es um einen Gärtnermeister. Aber das Wort fiel ihm nicht ein. Wie froh war er, dass der Schulkollege es ihm zuflüsterte. Doch alle lachten, als er es laut wiederholte: «Der Gebärmeister».

Heiteres und Besinnliches wussten die Lehrkräfte Doris Gisler, Eveline Bürgi und Kurt Bräker zu erzählen. In einem Aufsatz hatte eine Schülerin geschrieben: «Bald ist Weihnachten. Mein Vater geht schon in den Wald, einen Christbaum stehlen.» Von einem schönen Erlebnis auf einer Schulreise erzählte Doris Gisler: «Als wir auf einem Bahnhof warten mussten, sangen wir Lieder. Immer mehr Leute blieben stehen und freuten sich an unserem Gesang.»

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