Der FC verliert ein Urgestein

«Mitten im Leben sind wir vom Tod umgeben.» Von dieser Realität tief erschüttert waren auch alle seine Fussballkameraden, als die Nachricht von seinem unerwarteten Hinschied die Runde machte.

Hans Joerg Graf
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«Mitten im Leben sind wir vom Tod umgeben.» Von dieser Realität tief erschüttert waren auch alle seine Fussballkameraden, als die Nachricht von seinem unerwarteten Hinschied die Runde machte. Der 1943 geborene Hans Graf zählte zum Urgestein der im FC Arbon aktiven Fussballer, durchlief in den späten Fünfzigerjahren die Juniorenabteilungen und zählte anschliessend zu den verlässlichen Stützen der 1. Mannschaft.

Nach seiner aktiven Laufbahn pflegte er fortan regen Kontakt zu seinen Fussballkameraden, mit denen er sich jeweils als Teil des «harten Kerns» zu den Heimspielen des FC Arbon im Stacherholz traf. Hier diskutierte er im Kreise seiner Kollegen, analysierte den Verlauf des Spiels und verriet in launigem Unterton, mit welcher Strategie die meisten Meisterschaftspunkte zu ergattern wären.

Eben noch verabschiedeten wir uns auf dem sogenannten Feldherrenhügel mit dem Versprechen, beim Rückrundenstart wieder auf der «Expertenbank» Platz zu nehmen und unsere Mannschaft moralisch und mit nicht immer ernstzunehmenden Sprüchen zu unterstützen.

Es ist still geworden auf unserer Bank. Hans wird uns fehlen; seine vieldeutigen Kommentare ebenso wie die mit einem schalkhaften Augenzwinkern geäusserten Weisheiten, mit denen er gelegentliche Meinungsverschiedenheiten zu schlichten versuchte.

Unser Mitgefühl gilt seiner Gattin Ruth und der ganzen Familie, der wir in diesen Tagen und darüber hinaus Kraft und Zuversicht wünschen im Wissen, dass Hans in weiten Kreisen unserer Bevölkerung in guter Erinnerung bleiben wird.