Der Ermatinger Entsorgungshof wird ausgebaut

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Ermatingen Im Herbst 2016 stimmte die Gemeindeversammlung einem Kredit über 480000 Franken für den Bau eines neuen Entsorgungshofs zu. Die Pläne liegen bis Ende dieser Woche im Gemeindehaus öffentlich auf. Hans Schwarz, Gemeinderat im Ressort Technische Werke und Bauamt, sieht grossen Handlungsbedarf im Entsorgungs­bereich und nennt dafür mehrere Gründe. «Seit dem Jahr 2002 haben wir die aktuelle Situation beim Werkhof. Diese entspricht nicht mehr den aktuellen Anforderungen». Zudem sei während der letzten 15 Jahre die Bevölkerung um 750 Personen gewachsen. Neben dem Problem der illegalen Entsorgung habe auch die KVA Thurgau neue Auflagen.

Noch kein Altpapier

Der Neubau sehe ein sieben Meter hohes Satteldach vor. «An den Möglichkeiten der Entsorgung ändert sich nichts, alle gängigen Abfälle, ausser Grüngut, werden entgegen genommen», erklärt Hans Schwarz. Auf die Annahme von Altpapier werde vorerst verzichtet, «um die Geldquelle für die Vereine nicht zu konkurrenzieren». Der Platz dafür werde aber geschaffen. Der Entsorgungshof sei nur offen, wenn auch die Werkhofmitarbeiter anwesend seien. Damit hoffe der Gemeinderat, der illegalen Entsorgung einen Riegel zu schieben, und mache zudem eine Videoüberwachung überflüssig.

Den Baubeginn setzt Hans Schwarz auf die Zeit nach den Sommerferien an. Nach der Einsprachefrist würden zunächst die entsprechenden Handwerker definiert. In Betrieb genommen werden könne der neue Entsorgungshof spätestens Ende Jahr. Das zum Ausbau gehörende Verkehrskonzept sehe eine Einbahnregelung vor.

In Zukunft auch Strom tanken

Neben dem Kredit für den Neubau des Entsorgungshofs bewilligte die Gemeindeversammlung auch eine Investition von 80000 Franken für eine Fotovoltaik­anlage. «Diese wird auf dem Dach des Entsorgungshofes realisiert», erklärt Gemeindepräsident Martin Stuber. Die Anlage werde 35000 Kilowattstunden leisten. Damit könne der Bedarf des Werkhofes, der Zivilschutzanlage und der beiden Wohnungen gedeckt werden. Noch Zukunftsmusik ist «eine Zapfstelle» für Gemeindefahrzeuge. «Wir werden früher oder später auf Elektroautos umstellen», erklärt Hans Schwarz.

Kurt Peter

kreuzlingen@thurgauerzeitung.ch