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«Der Entscheid fiel schweren Herzens»

Rückzug der Fussballerinnen aus der Nationalliga B
Judith Engeler ist verantwortlich für die FC Amriswil Frauen. (Bild: PD)

Judith Engeler ist verantwortlich für die FC Amriswil Frauen. (Bild: PD)

Im Frauenfussball hat die Rückrunde begonnen. In der Nationalliga B leider ohne den FC Amriswil. Nur ein halbes Jahr nach dem sensationellen Aufstieg hat sich das Team vom Meisterschaftsbetrieb zurückgezogen. Judith Engeler, Frauenverantwortliche beim FC Amriswil, erklärt, was passiert ist.

Judith Engeler, vergangenen Herbst mussten die FCA-Frauen in der Nati B zwar Lehrgeld bezahlen, der eine oder andere Punkt schaute aber dennoch raus. Nun wird das Team in der offiziellen Rangliste des Schweizerischen Fussballverbandes mit null Punkten geführt. Wieso das?

Die ganze Vorrunde schon waren wir personell sehr knapp bestückt. Teils aufgrund von Verletzungen, teils aber auch aus logistischen Gründen. In der Nationalliga B stehen weite Reisen an, etwa nach Genf. Das lässt sich nicht für alle so einfach einrichten. Jedenfalls hätten wir für die Rückrunde Zuzüge gebraucht. Leider war aber das Gegenteil der Fall. Das Kader war zu klein, um die 14 Meisterschaftsspiele bis zum Sommer durchzuziehen. Deshalb haben wir uns schweren Herzens entschieden, das Team vom Meisterschaftsbetrieb zurückzuziehen.

Warum waren nicht mehr Spielerinnen bereit, das

Amriswiler «Erfolgsmärchen» weiterzuschreiben?

Leider waren nur noch wenige Amriswilerinnen in der Mannschaft. Die absolute Verbundenheit mit dem Club fehlte. Und eben: Zwei Trainings und ein Meisterschaftsspiel –unter Umständen verbunden mit einer weiten Reise– war manchen einfach zu viel. So auch mir. Bis zum Aufstieg im vergangenen Sommer war ich selbst Teil des Teams, ehe ich in die zweite Mannschaft wechselte und nur noch zur Not in der Nationalliga B aushalf.

In welcher Liga spielt denn das zweite Frauen-Team des FC Amriswil, welches nun zwangsläufig zur ersten wird?

In der 4. Liga. Immerhin belegen wir dort aktuell den ersten Platz.

Wieso löste man statt der ersten nicht die zweite Mannschaft auf, um doch genug Spielerinnen für die Nationalliga B zu haben?

Weil es leistungsmässig und von der Bereitschaft her, Zeit in den Fussball zu investieren, grosse Unterschiede gibt bei den Frauen. Eine Hintertür bleibt nach dem Rückzug immerhin offen: Als freiwilliger Absteiger könnten wir nächste Saison eine 1.-Liga-Mannschaft melden.

Was geschieht nun mit den verbliebenen Spielerinnen aus dem Nati-B-Team?

Die meisten gehen weg, wechseln zu einem anderen Club. Nur wenige schliessen sich unserer 4.-Liga-Mannschaft an.

Vor einigen Jahren war der Amriswiler Frauenfussball schon einmal an diesem Punkt: Nach einer erfolgreichen Zeit mit mehreren Aufstiegen löste sich das Team mehr oder weniger plötzlich auf. Wieso diese Wellenbewegungen?

Die Wellenbewegungen sind in der Tat extrem. Leider hören im Frauenfussball nach der Juniorinnen-Zeit in der Regel mehr als Dreiviertel auf. Das ist bei den Männern zwar ähnlich, doch gibt es bei ihnen viel mehr Juniorenteams, so dass auch mehr ambitionierte Spieler zu den Aktiven wechseln und somit selten ein Personalproblem entsteht. (red)

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