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Der eigene Most schmeckt am süssesten

Auf dem Bauernhof Usserstadel erfuhren die Kinder, woher der Apfelsaft kommt und wie er entsteht. Die Frauengemeinschaft lud zum Kinderplausch ein.
Yvonne Aldrovandi-Schläpfer
Kinder probieren den frisch gepressten Most, während das flüssige Gold aus der Presse heraus in den Kübel fliesst. (Bild: Yvonne Aldrovandi-Schläpfer)

Kinder probieren den frisch gepressten Most, während das flüssige Gold aus der Presse heraus in den Kübel fliesst. (Bild: Yvonne Aldrovandi-Schläpfer)

Am Donnerstagnachmittag hatten acht Kinder die Gelegenheit genutzt, auf dem Bauernhof Usserstadel von Markus und Claudia Müller ihren eigenen Apfelsaft zu pressen. Der herbstliche Kinderplausch wurde von der Frauengemeinschaft Muolen organisiert. Ausgerüstet mit Kübeln und Schüttelhaken stürmten die Knirpse erwartungsvoll zur Wiese mit den Hochstämmern. Die Äpfel, die beim Schütteln der Bäume herunterpurzelten, wurden eifrig zusammengenommen und in die Eimer gelegt.

«Faule Äpfel gehören nicht in den Kübel, die wollen wir nicht im Most», erklärte Claudia Müller. Äpfel von Hochstämmern eignen sich besonders für Mostobst. Boskoop, Empire, Schneideräpfel und Spartan trugen die Kinder zusammen. Denn die Apfelsorten werden für die Süssmostproduktion gemischt. «Der Boskoop gibt dem Most die schöne Farbe», betonte die Bäuerin. Nachdem die Kinderschar wieder zum Hof zurückgekehrt war, wurden die Äpfel mit Wasser abgespritzt und in die Mostpresse geleert.

Acht Harassen Äpfel standen zum Pressen bereit. Strahlende Kinderaugen waren auszumachen, als aus dem Ausguss der erste Saft floss. Als dann die Kinder den selbstgemachten Süssmost ausgiebig gekostet hatten, wurde dieser in Flaschen abgefüllt. Rund 140 Liter Most hatten die Mädchen und Buben zusammen mit Claudia Müller gepresst. Den Trester, der an diesem Nachmittag übrig blieb, durften die Kinder den Kühen im Stall verfüttern.

Kommende Woche herrsche auf dem Bauernhof Usserstadel Hochbetrieb. «Die Kindergärtler von Muolen dürfen ebenfalls bei uns Äpfel pressen», erzählte Claudia Müller. «Wir finden es wertvoll, dass die Kinder erfahren, woher der Saft kommt und wie er entsteht.»

Nach dem gemeinsamen Zvieri bei Apfelkuchen und Süssmost machten sich die kleinen Moster mit zwei Flaschen frisch gepresstem Apfelsaft zufrieden auf den Heimweg. Claudia Müller verriet, dass ihre Familie das ganze Jahr hindurch frischen Süssmost geniessen kann. «Wir pressen die Äpfel, füllen den Saft in PET-Flaschen ab und frieren diese ein.»

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