Der Ehrenpreis geht nach Moos

Die Bürgler Fasnachtsgesellschaft «Schlosshüüler» ernennt Manuela Niederberger zur «Bürglerin der Tat». Die Mooserin engagiert sich gern in der Öffentlichkeit.

Hannelore Bruderer
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Gwendolyn Mösler überreicht Manuela Niederberger die Urkunde. (Bild: Hannelore Bruderer)

Gwendolyn Mösler überreicht Manuela Niederberger die Urkunde. (Bild: Hannelore Bruderer)

BÜRGLEN. Elf Böllerschüsse kündeten im Schlosshof Bürglen am Sonntagvormittag die Fasnacht an. Mehrere Dutzend Besucher waren trotz garstigen Wetters bis zum lautstarken Fasnachtsauftakt der «Schlosshüüler» geblieben, einige wenige hatten sich aber schon nach der Ernennung zum «Bürgler der Tat» in die warmen Stuben zurückgezogen.

Für besonderen Einsatz

Mit der Ludothek hatte die Fasnachtsgesellschaft im letzten Jahr einem ganzen Team den Titel «Bürgler der Tat» zugesprochen, diesmal wurde die Ehre einer Frau zuteil.

Gwendolyn Mösler, die Präsidentin der Fasnachtsgesellschaft «Schlosshüüler», erinnerte in ihrer Rede daran, dass mit diesem Titel Personen für ihr ausserordentliches Engagement in der Gemeinde geehrt werden und nicht dafür, dass ihnen ein besonderes Missgeschick oder eine Dummheit passiert ist. «Dafür haben wir an der Fasnacht dann noch genügend Zeit.»

Urkunde mit Pflichtenheft

«Bürglerin der Tat» ist in diesem Jahr Manuela Niederberger aus dem «Freistaat Moos». Sie sei nicht nur mit ihrem Glacewagen überall anzutreffen, sondern sie sei auch Präsidentin der Landfrauen von Bürglen und Istighofen und vom Dorfverein «Zahrädli». Zudem organisiere Manuela Niederberger alljährlich die Adventsfenster in Istighofen, begründete Gwendolyn Mösler die Wahl am Sonntag im Schlosshof. Aus der Hand von Mona Bührer, die das Team der Ludothek vertrat, erhielt Manuela Niederberger die blaue Schärpe überreicht. Mit dem Hinweis auf das Pflichtenheft auf der Rückseite, übergab Gwendolyn Mösler der neuen «Bürglerin der Tat» ihre Urkunde.

Sie sei sehr erstaunt gewesen, als sie erfahren hatte, dass sie in diesem Jahr den Titel der Fasnächtler erhalten sollte, sagt Manuela Niederberger. «Ich dachte mir, so viel mach ich doch gar nicht.» Dass in ihrem Amtsjahr noch einige Verpflichtungen mehr dazukommen werden, nimmt sie gelassen. «Ich bin sowieso immer an der Fasnacht anzutreffen.»

Römische Sitten

Für die Bürgler Guggenmusik geht die fünfte Jahreszeit Anfang Januar 2013 mit den nächsten Auftritten weiter. Die Bürgler Fasnacht steht diesmal unter dem Motto: «Circus Maximus – no en Römer und denn gömer». Einwohnerinnen und Einwohner sind nun gespannt, in welcher Form die Sitten Roms im doch eher beschaulichen Bürglen Einzug halten werden.

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