Der Chef hat ausgeblasen

Er war der musikalische Leiter der Blaskapelle d'Seehofer: Am Samstag nun hat Fredy Gonzenbach Flügelhorn und Tompete abgelegt.

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Fredy Gonzenbach (vorne) sagt Ade, hier mit Shirley Kern, Evi Fleisch und dem musikalischen Leiter Dominik Sager. (Bild: Fritz Heinze)

Fredy Gonzenbach (vorne) sagt Ade, hier mit Shirley Kern, Evi Fleisch und dem musikalischen Leiter Dominik Sager. (Bild: Fritz Heinze)

Über Fredy Gonzenbach könnte er ein Buch füllen, sagte Peter Haag bei der Verabschiedung am Samstag im Steinacher Seehof – ein Buch, das den Leser auf musikalischem Weg durch die halbe Welt führen würde. Fredy Gonzenbach, in Steinach aufgewachsen, konnte in den letzten Tagen seinen 80. Geburtstag feiern. Für ihn Anlass, Abschied zu nehmen, obwohl dieser ihm schwer fällt: «Ich hänge meine Trompete an den Nagel, solange ich noch fähig bin zu blasen.» Als 12-Jähriger erlebte er in der Knabenmusik Arbon deren Gründung. Wenn er von seiner kleinen Big Band in den Siebzigerjahren erzählt, kommt er ins Schwelgen. Mit zehn Mann war er unterwegs, bis nach Kanada. Während sich Gonzenbach jahrelang der Tanzmusik gewidmet hatte, änderte sich nach der Gründung der Seehofer sein musikalischer Sound. Der Hauptakzent dieser Formation lag auf dem tschechisch-mährischen Stil. Fredy Gonzenbach hatte die musikalische Leitung inne, blies das Flügelhorn und die Trompete. (he)