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Der Berner SVP-Politiker ist auch ein Familienmensch

ARBON/HORN. Adrian Amstutz war zu Gast bei den SVP-Parteien Arbon und Horn. Dabei gewährte er auch Einblicke in sein privates Leben.
Hedy Züger
Adrian Amstutz (Bild: Hedy Züger)

Adrian Amstutz (Bild: Hedy Züger)

Ob Seegarten-Meeting oder Neujahrstreffen – die SVP-Parteien Arbon und Horn laden Prominente von nationalem Format ein, damit sie mit dem Volk über Aktuelles aus Bern diskutieren.

Vergangenen Donnerstag war Nationalrat Adrian Amstutz Teilnehmer der SVP-Kadertagung im Bad Horn und Gast bei den Parteifreunden im Seeparksaal. Mit einem persönlich gefärbten Interview stellte Andrea Vonlanthen den Zentralpräsidenten des Nutzfahrzeugverbandes Astag und «aufregenden wie attraktiven» Berner Politiker vor.

Opa Amstutz

Der 58-Jährige ist seit 37 Jahren «mit der gleichen Frau, dem ruhenden Pol, glücklich verheiratet». Er sei stolz, dass sie es zusammen geschafft hätten. Was für ihn die schwierigste Arbeit im Haushalt sei, fragte Vonlanthen. «Alles», meinte Amstutz darauf. Für ihn ist es Ehrensache, den Sonntag, der ihm heilig sei, mit der Familie und sogar die Ferien mit der ganzen Sippe zu verbringen. Diese kommt auch am grossen Tisch zusammen – jedoch «ohne politische Themen». Die drei Kinder seien aber auf SVP-Kurs und würden auch kritische Fragen stellen. Trotz «Hieben der Medien» führe Amstutz ein glückliches Familienleben. Das Föteli mit seinem jüngsten Enkel ist sein Lieblingsbild.

Das mag der Berner nicht

Zwei Umstände befördern Adrian Amstutz in die Luft: die Fallschirmspringerei – Amstutz war Trainer der Fallschirm-Nationalmannschaft – sowie Unwahrheiten, die wider besseres Wissen geäussert werden. Ärgerlich sind sie nicht weniger, wenn sie aus bundesrätlichem Mund kommen. Zwei Erscheinungen hasst Amstutz: einerseits Unpünktlichkeit, anderseits Medien, die einseitig und ungerecht über die SVP berichten. Kann er verzeihen? «Doch, an Weihnachten mache ich tabula rasa», danach vergesse er, was davon noch aufliege.

Blocher – eine Hypothek?

Sollte Christoph häufiger mit Silvia wandern gehen? «Wir wären heute ohne Christoph Blocher in der EU», entgegnete Amstutz auf die Vermutung, der abgewählte Bundesrat könnte für die Partei langsam zur Hypothek werden.

Amstutz möchte in Freiheit in einer demokratischen Schweiz weiterleben, und er freut sich darüber, wenn seine Geradlinigkeit hervorgehoben wird. Von einem Bundesratssitz träume er nicht mehr. «Der Bundesrat kann auch einsam machen», sagt er.

Einwohnerzahl stoppen

Im Hauptreferat sprach Adrian Amstutz die Einwanderung und die Aussicht an, dass wir in wenigen Jahrzehnten die 10-Millionen-Grenze überschreiten. Was der Bundesrat dagegen zu unternehmen versprach, habe er nicht eingehalten. In nur fünf Jahren nahm die Schweiz um 410 000 Einwohner zu, was der Bevölkerung der Stadt Zürich entspricht.

Negative Konsequenzen folgten in allen Lebensbereichen: Arbeit, Wasser, Abwasser, Strom, Schwarzarbeit, steigende Bodenpreise, hohe Mieten. Die Personenfreizügigkeit müsse hart nachverhandelt und der EU klargemacht werden, in welcher Situation sich unser Land befinde. Amstutz: «Unterwürfiges Anpassertum kommt nicht in Frage.»

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