Der Beifall wollte fast nicht enden

In der vollbesetzten Märstetter Kirche erfreute der Frauen- und Männerchor Ottoberg mit schönen Liedern. Orgel und Alphorn bereicherten das Konzert.

Margrith Pfister-Kübler
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Der Frauen- und Männerchor Ottoberg sowie Instrumentalisten während des Konzertes in der Kirche Märstetten. (Bild: Margrith Pifster-Kübler)

Der Frauen- und Männerchor Ottoberg sowie Instrumentalisten während des Konzertes in der Kirche Märstetten. (Bild: Margrith Pifster-Kübler)

MÄRSTETTEN. Beim Einzug des Frauen- und Männerchors Ottoberg mit Vereinsfahne in die Kirche Märstetten am Samstagabend sahen die Besucher zunächst schwarz, dann rot – die Farben der Chorbekleidung, dazu strahlende Gesichter. Moderator Tobias Bonderer, der durch das Programm führte, erwies sich als äusserst ergiebige Quelle von Hintergrundwissen. Er vermittelte gute Lebensbilder der Komponisten, von Mendelssohn über Schubert bis Mozart.

Lieber eine Kerze anzünden

Der Chor begann mit Mendelssohns Lerchengesang – «Wie lieblicher Klang, o Lerche, dein Sang». «Es ist besser, eine kleine Kerze anzuzünden, als auf die Dunkelheit zu schimpfen», zitierte Bonderer Laotse. Nach weiteren Darbietungen klatschte das Publikum spontan Beifall. Überraschungseffekte gab's bei den sechs launische Varianten von Schuberts «Forellen».

Zwischen den Liedern des Chores sorgte die Alphorngruppe Chrystal aus Horgen für eine kontinuierliche Steigerung des Hörgenusses, dies mit Orgelbegleitung, einfühlsam gespielt durch Andrea Geiger, die auch am Piano begleitete. Der Chor sang mit einer bemerkenswerten Geschmeidigkeit und bestach durch gute Textverständlichkeit, es wurde äusserst qualitätsvoll gesungen und musiziert.

Dirigentin forderte Leistung

Kompetent und mit viel Temperament riss Dirigentin Karin Bonderer ihre Sängerinnen und Sänger mit und forderte diese zu Höchstleistungen. Der gemeinsame «Dank an die Freunde» von Chor, Orgel und Alphorn löste erneut rauschenden Beifall aus. Der Chor krönte das Konzert noch mit der Zugabe «Herr gib Frieden», das er auf Tschechisch sang. Mit Dankesworten nach allen Seiten überreichte Präsident Hansruedi Studer den Verantwortlichen des Konzertes Kerzen.

Das Publikum in der vollbesetzten Kirche spendete erneut Beifall und genoss anschliessend die im Konzert entfachte Gemütlichkeit bei einem Umtrunk im Kirchgemeindehaus. Am Sonntagnachmittag wiederholte der Frauen- und Männerchor Ottoberg das Konzert in der evangelischen Kirche in Bussnang.

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