Der Baumschmuck bleibt erhalten

Die Betriebe an der Bahnhofstrasse haben sich vor einigen Jahren für eine Weihnachtsbeleuchtung in Sulgen stark gemacht. Mit der Neuorganisation der Geschäfte ist die Beleuchtung vorerst gesichert.

Hannelore Bruderer
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Die einzige Weihnachtsbeleuchtung in Sulgen ist an der Bahnhofstrasse zu finden. Dies dank dem Engagement der Ladenbetreiber. (Archivbild: Susann Basler)

Die einzige Weihnachtsbeleuchtung in Sulgen ist an der Bahnhofstrasse zu finden. Dies dank dem Engagement der Ladenbetreiber. (Archivbild: Susann Basler)

SULGEN. Die Sulger haben sich an den Anblick gewöhnt. In der Vorweihnachtszeit leuchten an den Bäumen in der Bahnhofstrasse Hunderte von Lichtern. Und Sulgens Einwohner dürfen sich freuen, denn die Weihnachtsbeleuchtung wird auch in den kommenden Jahren wieder aufgebaut. Anders als in anderen Orten sorgt in Sulgen nicht die Gemeinde für den Lichterschmuck, die Initiative dazu ergriffen die Gewerbetreibenden an der Bahnhofstrasse. Sie schmückten die Sulger Einkaufsstrasse erstmals im Jahr 1999.

Ohne Geld geht nichts

Es sei noch nie einfach gewesen, die nötigen Mittel für die Weihnachtsbeleuchtung aufzutreiben, sagt Edgar Ehrbar vom Rösslibeck. Er hatte erstmals die Idee zum leuchtenden Weihnachtsschmuck aufgebracht und setzt sich seither für dessen Fortbestand ein. Die Kosten für die Beleuchtung sind mit rund 6000 Franken veranschlagt. Die Gemeinde Sulgen beteiligt sich seit den Anfängen zur Hälfte an den Kosten, den Rest steuern die Gewerbebetriebe in der Bahnhofstrasse bei. Da in den letzten Jahren einige dieser Geschäfte schlossen, erhöhte sich der Anteil für die noch verbleibenden Betriebe. Die Zeit zum Handeln war gekommen. «Um die Weihnachtsbeleuchtung für Sulgen zu erhalten, mussten wir neue Firmen für unser Anliegen gewinnen. Das ist uns in den letzten Wochen gelungen. Die Zukunft der Weihnachtsbeleuchtung ist für die nächsten drei bis fünf Jahre gesichert», ist Edgar Ehrbar zuversichtlich.

Was den einen in der düstersten Zeit des Jahres das Herz erwärmt, sorgt bei anderen für Stirnrunzeln. Der sorgsame Umgang mit Energie ist derzeit ein wichtiges Thema. Deshalb kann Edgar Ehrbar nachvollziehen, dass nicht alle für den Lichterglanz in der Vorweihnachtszeit zu begeistern sind. «An vielen Orten, auch im privaten Bereich, wird da manchmal schon recht übertrieben. Ich denke, dass sich unsere Beleuchtung jedoch in vernünftigem Rahmen bewegt. Wir achten auch sehr darauf, dass sie ökologisch vertretbar ist.» Dazu gehöre, dass sie sich mit der Beleuchtungsdauer auf die Advents- und Weihnachtszeit beschränken und ausschliesslich umweltschonende LED-Lampen für den Weihnachtsschmuck einsetzen würden.

Aufwand ist recht gross

Die Sulger Weihnachtsbeleuchtung mit den vielen kleinen Lichtern ist recht aufwendig anzubringen. «Die Mitarbeiter des Werkhofs schneiden die Bäume jeweils rechtzeitig zurück, wofür wir dankbar sind», sagt Ehrbar, «so kann die Weihnachtsbeleuchtung einfacher angebracht werden.»

Zu Beginn der Adventszeit aufgebaut und am Dreikönigstag wieder entfernt werden die Leuchtkörper von den Mitarbeitern des Elektrogeschäfts Etter + Livet. Bei grosser Kälte lädt sie der Chef des Rösslibeck dann zum Aufwärmen ins Café ein. Das Miteinander der Geschäfte an der Bahnhofstrasse funktioniert auch in diesem Bereich.