Der Apfel auf dem Weg ins Glas

ARBON. Am Freitag erzählte die Schriftstellerin Tanja Kummer in der Mosterei Möhl Geschichten aus dem Thurgau. Ebenso gewährte das Unternehmen einen Blick hinter die Fabrikkulissen.

Ramona Riedener
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Besucherinnen nutzen die Möglichkeit, ihre Bücher von Tanja Kummer signieren zu lassen. (Bild: Ramona Riedener)

Besucherinnen nutzen die Möglichkeit, ihre Bücher von Tanja Kummer signieren zu lassen. (Bild: Ramona Riedener)

Auf ihrer Lesereise durch den Thurgau machte die Schriftstellerin und Buchhändlerin Tanja Kummer letzten Freitag Zwischenhalt in der Mosterei Möhl in Arbon.

Nach einer Führung durch die Mosterei erzählte die 38jährige gebürtige Frauenfelderin Geschichten aus ihrem neusten Buch «Alles Gute aus dem Thurgau». Die spannenden Abenteuer aus Mostindien, verbunden mit der Erfolgsgeschichte der Familie Möhl, lockten nicht nur einheimische Interessierte an, sondern auch Teilnehmerinnen aus dem Kanton Bern. Die Mosterei Möhl ist der einzige noch existierende Familienbetrieb und wird in 4. Generation von Ernst und Markus Möhl geführt. Pro Jahr werden je nach Ernte zwischen 12 000 und 16 000 Tonnen Obst zu Saft gepresst. Das Obst kommt aus der Region, ebenso das Wasser. Das Roggwiler Quellwasser ist ein wichtiger Bestandteil für die Qualität des Safts. 65 Mitarbeiter sind im Unternehmen beschäftigt. Noch ist es ruhig auf dem Produktionsweg des Apfels zum Most in die Flaschen, denn gepresst wird in der Mosterei Möhl nur während rund zwei Monaten, im Herbst, wenn das Obst reif ist. Der Rohsaft wird jedoch auf verschiedene Weise weiterverarbeitet, unter anderem in Saftkonzentrate, welche in Tanks gelagert werden und so das ganze Jahr weiterverarbeitet werden können.

«Was braucht es, bis aus einem Apfel der Most entsteht?» Diesem und einem anderen Geheimnis sind die Besucher auf die Spur gekommen: «Warum der Most Most heisst», hat ihnen Tanja Kummer in ihrer Lesung erzählt. Die wortgewandte Schriftstellerin hat ausserdem verraten, was es im Thurgau alles gibt und wie Bettwiesen zu seinem Wappen kam. In ihren Recherchen für das Buch kam Tanja Kummer auch der Herkunft des St. Galler Brots auf die Spur: In Mostindien nennt man es «Nasenbrot» und es ist eine Erfindung von Arbor Felix.

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