Den Schulen geht es gut

KREUZLINGEN. Die Primarschule und die Sekundarschule Kreuzlingen rechnen im Budget 2014 mit einem Gewinn. Das nächste Jahr soll ein unauffälliges werden. Grössere Bauvorhaben stehen in nächster Zeit nicht an.

Martina Eggenberger Lenz
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Finanzchef Paul Sonderegger und seine Nachfolgerin Susanne Burgmer informieren über die neusten Zahlen der Schule. (Bild: Martina Eggenberger Lenz)

Finanzchef Paul Sonderegger und seine Nachfolgerin Susanne Burgmer informieren über die neusten Zahlen der Schule. (Bild: Martina Eggenberger Lenz)

Auch zum Schluss seiner Zeit als Finanzchef der Kreuzlinger Schulen darf Paul Sonderegger positive Zahlen präsentieren: Die Primarschule rechnet mit einem Plus von 345 650 Franken, die Sekundarschule mit einem etwas kleineren Gewinn von 126 350 Franken.

Die «erfolgreiche Ära Sonderegger» geht auf der Schulverwaltung zu Ende, weil der Leiter Finanzen pensioniert wird. Die Präsentation des Budgets sei dessen letzte Amtshandlung, machte Schulpräsident Jürg Schenkel gestern deutlich.

Ohne Ausrutscher

Das Budget 2014 ist vor allem geprägt von der Umstellung auf das Rechnungslegungsmodell HRM2. Wie die Stadt nimmt die Schule an diesem kantonalen Pilotprojekt teil, das eine Vereinheitlichung und damit eine bessere Vergleichbarkeit unter den Gemeinden und mehr Transparenz bringen soll. Dafür sind die budgetierten Zahlen nicht mehr direkt mit den Vorjahren vergleichbar, weil viele Funktionen neu sind. Der Abschreibungsaufwand werde sich trotz der Umstellung im gleichen Rahmen wie bis anhin bewegen, sagt Paul Sonderegger.

«Das Budget 2014 ist eines ohne Ausrutscher», meint der Finanzchef zum Inhalt. Die Frage sei, ob die Steuerprognosen der Stadt – mit denen die Schule rechnet – zutreffend seien.

Kreuzlingen kann mithalten

Jürg Schenkel zeigte auf, wie die Kreuzlinger Schulen im Vergleich zu anderen da stehen. Betrachtet man nur den Steuerfuss der Schulen, liegt Kreuzlingen in der Region nach Bottighofen und Ermatingen an dritter Stelle. Beim Gesamtsteuerfuss ist man mit 148 Prozent im Mittelfeld. «Das ist immer noch attraktiv.»

Zwei Wermutstropfen gibt es für Schenkel. Einerseits beklagt der Schulpräsident sich über die 60 Millionen Franken, die Kreuzlingen in den letzten 13 Jahren im Rahmen des Finanzausgleichs an den Kanton abliefern musste. Andererseits macht die sinkende Steuerkraft, die der Finanzplan für die nächsten Jahre prognostiziert, keine Freude.

Teure Fassadensanierung

Immerhin ist die Ausgangslage auch für etwas weniger rosige Zeiten gut. Die Primarschulgemeinde verzeichnet ein Nettovermögen von rund 3000 Franken pro Einwohner. Die Sekundarschule konnte die Verschuldung in den letzten Jahren auf rund 4000 Franken pro Einwohner reduzieren. Grössere Bauvorhaben stehen nicht an. Die teuerste Investition ist 2014 die bereits angekündigte energetische Fassadensanierung im Schulhaus Egelsee für 1,5 Millionen Franken. Im Schulhaus Schreiber wird die alte Hauswartwohnung zu Schulraum umgebaut. Das kostet 450 000 Franken wie die Sanierung der Turnhalle Egelsee. Total wendet die Schule 4,5 Millionen Franken für den Unterhalt ihrer Liegenschaften auf. Ein Knackpunkt sind in Kreuzlingen nach wie vor die Schüler, die hier wohnen, aber in Konstanz die Schule besuchen. Allein auf der Primarstufe sind das aktuell 100 Kinder. Auf Konstanzer Seite gibt es das Bestreben, den Schulbesuch über die Grenze zu verbieten. So könnte der Schülerbestand in Kreuzlingen von heute 1200 bis zum Jahr 2017 auf 1450 anwachsen. Der zur Verfügung stehende Schulraum würde gemäss Schenkel ausreichen.