Den Mittelthurgau gemeinsam gestalten

Einheitliche Baureglemente und eine gemeinsame Raumplanung sind Ziele der Raumplanungsgruppe Mittelthurgau. Präsident Walter Schönholzer stellte diese gestern abend den Delegierten an der Versammlung in Schönholzerswilen vor.

Mario Testa
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Präsident Walter Schönholzer führt durch die Versammlung der Regionalplanungsgruppe Mittelthurgau. (Bild: Mario Testa)

Präsident Walter Schönholzer führt durch die Versammlung der Regionalplanungsgruppe Mittelthurgau. (Bild: Mario Testa)

SCHÖNHOLZERSWILEN. Fünf Hausaufgaben wollen die 18 Mittelthurgauer Gemeinden möglichst bald angehen und erledigen. Eine der wichtigsten davon ist die bessere Zusammenarbeit bei der Raumplanung. «Wenn wir als ganze Region unsere Anliegen einbringen können, stossen wir auf Gehör beim Kanton. Auf jeden Fall mehr, als wenn dies jede Gemeinde für sich tut», sagt Walter Schönholzer, Präsident der Regionalplanungsgruppe Mittelthurgau an die anwesenden Delegierten gerichtet. «Auch beim öffentlichen Verkehr sollten wir gemeinsam Stellung beziehen.»

Workshop zur Themenfindung

Was die Regionalplanungsgruppe für Aufgaben anpacken will, haben 18 Delegierte an einem Strategie-Workshop bestimmt. «Nun wissen wir, was wir schnell umsetzen wollen und was langfristig. Wir wissen aber auch, was wir nicht wollen», sagt Schönholzer. Nicht die Aufgabe der Gruppe seien beispielsweise touristisches Marketing oder Wirtschaftsförderung. Auch auf eine Geschäftsstelle wird weiterhin verzichtet.

«Wenn es aber um unser Wissen und die Erfahrung als Behördenmitglieder geht, könnten wir noch mehr voneinander profitieren», sagt Schönholzer. Dafür will die Gruppe jährlich einen Anlass durchführen. «Dort können dann Gemeinderäte aus unterschiedlichen Gemeinden, aber mit den gleichen Ressorts Erfahrungen austauschen und Fragen klären.»

Austausch von Dienstleistungen

Ein weiteres Ziel ist die Erstellung eines Inventars von Dingen und Dienstleistungen der Gemeinden. «Es gibt Dinge, die braucht nicht jede Gemeinde und die kann man sich auch ausleihen», sagt Schönholzer. Nur fehle bis anhin eine Liste mit all diesen Dingen und Dienstleistungen. Diese soll nun erstellt werden.

Walter Schönholzer regt auch die Prüfung eines gemeinsamen Muster-Baureglements an. «Das würde mithelfen, Kosten zu sparen und würde vor allem den Bürgern das Leben erleichtern», argumentiert er. Diese Pläne sorgen indes bereits für erste kurze Diskussionen unter den Delegierten. «Nicht jede Gemeinde hat die gleichen Voraussetzungen», heisst es.

Eingeleitet wird die gestrige Delegiertenversammlung mit einem Besuch in der Lehmgrube und Inertstoffdeponie Altegg. Das Volumen der Deponie ist fast gleich gross wie der ganze Aushub des Gotthardtunnels.

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