Den Energielecks auf der Spur

ALTERSWILEN. 35 Schüler der Mosaik-Sekundarschule Alterswilen schlüpfen bis Freitag in die Rolle von Energie-Detektiven. Sie suchen ihr Schulhaus nach energetischen Schwachstellen ab und erarbeiten Massnahmen, um Strom zu sparen.

Nicole D'orazio
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Wie stark ist das Licht? Adina Fuchs, Michi Stadler und Laura Di Nardo messen die Lichtstärke der Beleuchtung in der Bibliothek. (Bild: Reto Martin)

Wie stark ist das Licht? Adina Fuchs, Michi Stadler und Laura Di Nardo messen die Lichtstärke der Beleuchtung in der Bibliothek. (Bild: Reto Martin)

alterswilen. «Wir sind alle total abhängig vom Strom», sagt Laura Di Nardo. «Ich finde es wichtig, dass uns aufgezeigt wird, wie viel Energie wir eigentlich verbrauchen.» Zusammen mit 34 Schulkameraden erkundet die Jugendliche diese Woche das Schulhaus in Alterswilen als Energie-Detektivin. Die Mosaik-Sekundarschule hat sich für die dritte Staffel des Projektes «Schoolhouse Company» beworben.

Vier Klassen treten an, um ihre Schulhäuser nach energetischen Schwachstellen abzusuchen und Massnahmen zu erarbeiten, um Strom zu sparen. Die originellste Idee wird von einer Jury mit der «Schoolhouse Trophy» ausgezeichnet. «Die Gewinner-Klasse erhält einen Batzen von 1000 Franken», verspricht Esther Spinas, Schulinspektorin und Vertreterin des Amts für Volksschule, bei der Startveranstaltung.

Inspektoren und Freaks

In Alterswilen sind die 35 Schüler noch bis Freitag auf Erkundungstour. «Die Jugendlichen arbeiten in Abteilungen. So kommen die verschiedenen Begabungen zum Tragen», erklärt Lehrerin Sabina Frei das Vorgehen.

Eine Gruppe kontrolliert die Heizung und Wärmedämmung und misst den Wasserverbrauch. Die «Strominspektoren» nehmen Geräte und Beleuchtung unter die Lupe. Eine dritte Gruppe untersucht das eigene Mobilitätsverhalten und erarbeitet Vorschläge für den Verkehr. Die «Sonnen-Experten» suchen Möglichkeiten für Sonnenenergienutzung und bauen ein Solarmobil. Die «Verhaltens-Detektive» ermitteln mit einer Umfrage den Energiekonsum und die «Medienfreaks» planen und koordinieren die Öffentlichkeitsarbeit und publizieren die Ergebnisse. «Mit dieser Projektwoche möchten wir die Schüler für das Thema Energie sensibilisieren», sagt Frei. Ziel sei auch, dass die Schüler ihre Eltern und Geschwister in ihre Erkenntnisse einweihen.

Jugendliche interessieren sich

Auf ihrer Suche nach den Energielecks werden die Schüler nicht nur von den Lehrpersonen unterstützt, sondern erhalten auch Hilfe vom Hauswart sowie von Energiefachleuten des Kantons. Alle Beteiligten haben zum Start eine Vereinbarung für das Projekt unterzeichnet. Die Schüler sind sich einig, dass die Projektwoche eine gute Sache ist. «Jugendliche interessieren sich für dieses Thema», sagt Anja Diem. Und Michi Stadler fügt an: «Wir setzen uns für die Umwelt ein. Die Erwachsenen haben dafür kaum Zeit.»

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