Demonstrationszug der Pappelaktivisten

TÄGERWILEN. Der Widerstand gegen das Fällen der Pappeln am Uferweg des Tägermoos (Ausgabe von gestern) reisst nicht ab.

Drucken
Teilen

TÄGERWILEN. Der Widerstand gegen das Fällen der Pappeln am Uferweg des Tägermoos (Ausgabe von gestern) reisst nicht ab. «Wir wollen um jeden Baum kämpfen»: Mit dieser Aussage kündigt die Konstanzer Bürgerinitiative für den Erhalt der Bäume im Tägermoos eine Demonstration für den heutigen Freitag an. Um 17 Uhr marschiert der Fackelzug vom Gottlieber Zoll zum Kuhhorn. Es gehe auch darum, «den Druck aufrechtzuerhalten», sagt Martin Luithle. Der Rechtsanwalt vertritt die Bürgerinitiative.

Komitee will Stop erwirken

Der Jurist, der neben Initiativengründerin Christel Thorbeke bei der Demonstration sprechen wird, kritisiert das Vorgehen der Konstanzer Stadtverwaltung. Er ist weiterhin bestrebt, durch den Antrag auf eine einstweilige Anordnung beim Deutschen Verwaltungsgericht in Freiburg einen Stop der Baumfällungen zu erreichen. 116 Hybridpappeln sollen entlang dem Uferweg im Tägermoos aus Sicherheitsgründen fallen. Bis in wenigen Tagen sollen die ersten 55 Bäume an der Allee verschwunden sein. «Es liegen jetzt 30 bis 40 gesunde Bäume da», sagt Luithle. Die Stämme seien ohne Not gefällt worden, sie seien keine Gefahr für Fussgänger gewesen.

Verändertes Erscheinungsbild

Die Fällung sei sorgfältig abgewogen und Teil der laufenden Verwaltungsgeschäfte, hält dem Uli Burchardt, Oberbürgermeister von Konstanz entgegen. Über diese müsse kein städtisches Gremium entscheiden.

Luithle und seine Mitstreiter sehen das anders. Das Erscheinungsbild der historischen Allee werde erheblich verändert. «Das hätte einen Bebauungsplan und damit eine Diskussion in Ausschuss und Gemeinderat erfordert.» Zudem bemängelt Luithle die fehlende Transparenz und Kurzfristigkeit der Aktion. (sch)

Aktuelle Nachrichten