Demenz-Initiative: Komitee hält an seinem Begehren fest

ARBON. Die mit 673 gültigen Unterschriften eingereichte Volksinitiative «Mehr Menschlichkeit und Solidarität für an Demenz erkrankte Arbonerinnen und Arboner und ihre betreuenden Angehörigen» wird an der Urne entschieden – am 28. Februar.

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ARBON. Die mit 673 gültigen Unterschriften eingereichte Volksinitiative «Mehr Menschlichkeit und Solidarität für an Demenz erkrankte Arbonerinnen und Arboner und ihre betreuenden Angehörigen» wird an der Urne entschieden – am 28. Februar.

Der Stadtrat und eine Mehrheit des Parlaments lehnen die vorgeschlagene rechtliche Regelung ab. Die Initianten um Marlies Näf-Hofmann und Luzi Schmid könnten diese «zögerliche, negative Haltung» nicht nachvollziehen, heisst es in einer Mitteilung des Initiativkomitees. Dieses hat nun entschieden, das Volksbegehren der Abstimmung zuzuführen. In Arbon fehlten nach wie vor Tagesstätten. Viele Familien blieben ihrem schweren, zunehmend überfordernden Schicksal selbst überlassen.

Der Rechtsanspruch sei auch deshalb dringend vorzugeben, «um die nötige Unabhängigkeit, berufliche Spezialisierung und Routine sowie das menschliche Verständnis und die Flexibilität für die Betreuung und Beratung in Tagesstätten zu garantieren». In diesem sensiblen und belastenden Bereich mit an Demenz erkrankten Menschen und den schwerwiegenden psychischen und körperlichen Belastungen für die Angehörigen habe sich die Stadt zu lange zurückgehalten. Jetzt kann, so hofft das Komitee, die Notwendigkeit durch das Volk manifestiert werden. (red.)