Dem Vater bei der Arbeit zusehen

Anlässlich ihres 100. Geburtstages lud die Bischofszell Nahrungsmittel AG (Bina) die Familien und Freunde ihrer Angestellten zu einem Besuchstag mit Rundgang durch die Produktionsstätten ein.

Hugo Berger
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Schmackhafte Kostproben: Die Besucher konnten sich von der Qualität der Bina-Produkte überzeugen. (Bild: Hugo Berger)

Schmackhafte Kostproben: Die Besucher konnten sich von der Qualität der Bina-Produkte überzeugen. (Bild: Hugo Berger)

BISCHOFSZELL. Einmal sehen, wie der Ehemann, Papi, Lebenspartner oder Freund seinen Arbeitstag verbringt – 770 Erwachsene, Jugendliche und Kinder nahmen diese Gelegenheit wahr und besuchten am Mittwochnachmittag die Bischofszell Nahrungsmittel AG. Mit dem Besuchernachmittag, der Teil des 100-Jahr-Jubiläums sei, wolle man den Familienmitgliedern und Bekannten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter danken, sagte Unternehmensleiter Mark Aegler bei der Begrüssung. «Ihr tragt massgeblich dazu bei, dass unsere Mitarbeiter morgens gut gelaunt in der Firma erscheinen.

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Wie Nachtgespenster

Bevor es auf den rund 40minütigen Rundgang durch die Hallen ging, war aus hygienischen Gründen eine Verwandlung angesagt. «Jetzt sehen wir alle aus wie Nachtgespenster», lachte ein Kind, nachdem es das Haarnetz übergestreift und den dünnen Mantel umgehängt hatte.

Zwischen den ratternden Maschinen entdeckte dann auch mancher Besucher jenes bekannte Gesicht, nach dem er Ausschau gehalten hatte.

«Schaut, dort der Papi!» Ein Lächeln, ein kurzes Zuwinken, dann wandte sich der ebenfalls als «Nachtgespenst» Verkleidete wieder der Arbeit zu.

Sie sei gut über die Bina informiert, weil ihr Lebenspartner seit vielen Jahren als Betriebsmechaniker hier arbeite, erzählt Nicole Schweizer. «Er geht immer mit guter Laune zur Arbeit», versichert die Lehrerin aus Horn. Der Lebenspartner von Helen Wettach aus Gossau arbeitet seit 35 Jahren in der Bina.

«Er fühlt sich in diesem Betrieb gut aufgehoben und hatte als gelernter Koch nie den Wunsch, an einem anderen Ort zu arbeiten», ist zu erfahren. Dennoch: Früher habe es ihm noch etwas besser gefallen, «weil die Firma kleiner war und alle sich persönlich gekannt haben». Jetzt freue er sich auf die baldige Pensionierung. Afizia Huduti aus Amriswil findet, ihr Mann sei ein bisschen verheiratet mit der Bina: «Er ist seit 20 Jahren als Lagerist tätig und erzählt viel von der Arbeit und seinen Kollegen.»

Von einigen Besucherinnen ist zu erfahren, dass ihr Partner nach der Lehre in der Bina weggezogen sei, um Erfahrungen zu sammeln, und später wieder zum früheren Arbeitgeber zurückgekehrt sei.

Lieber im Büro arbeiten

Nicht alle Besucher möchten in den Hallen der Bina arbeiten. Die 15jährige Giuseppina Milone aus Kreuzlingen findet es zu warm und zu laut; ausserdem möchte sie lieber im Büro beschäftigt sein.

Ein anderer Jugendlicher meint scherzend: «Nein, hier gibt es zu viel Arbeit für mich!» Er könne sich vorstellen, in der Abteilung zu arbeiten, in welcher die Chips hergestellt würden, sagt ein weiterer. «Dann würde ich den ganzen Tag Chips essen.» Bernhard Gehrig ist aus Urdorf zum Besuchstag angereist. Welche Beziehung hat er zum Bischofszeller Nahrungsmittelhersteller? «Ein Freund von mir arbeitet hier.

Und übrigens: Wir haben doch alle eine Beziehung zur Bina, weil wir deren Produkte essen», gibt er zur Antwort.

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