Dem Traum ein Stück näher

In der Kartfahrschule von Sulgen sollen die Kinder vor allem Spass haben. Gleichzeitig will Bruno Pozzo aber auch gezielt Talente fördern. Er startet mit zwei Buben in die Rennsaison.

Brenda Zuckschwerdt
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Starten in die neue Saison: Luca Pozzo (vorne) und David Stastny. (Bild: Brenda Zuckschwerdt)

Starten in die neue Saison: Luca Pozzo (vorne) und David Stastny. (Bild: Brenda Zuckschwerdt)

SULGEN. Er war einer der ersten, die in Bruno Pozzos Kartfahrschule in Sulgen kamen. Und für David Stastny war schon damals klar: Er will Rennfahrer werden. Dass das nicht nur grosse Sprüche sind, wurde Bruno Pozzo schnell klar. Deshalb setzte er David probehalber in einem Rennen in Lyss ein und war beeindruckt: «Er hat dort eine Superfigur gemacht.»

«Wir wären überfordert»

Um den Neunjährigen gezielt zu fördern, hat Bruno Pozzo nun ein Kartteam gegründet. So darf David in diesem Jahr an sechs Rennen für die Clubmeisterschaft teilnehmen, die in der Schweiz, in Deutschland und in Frankreich stattfinden. «Jetzt sind wir mittendrin», sagt David Stastnys Mutter, die ihrem Sohn mit seinem Hobby freien Lauf lassen will. Sie ist froh, dass David von Bruno Pozzo gefördert wird. «Ohne Kenntnisse der Rennszene wären wir damit schlichtweg überfordert.»

Schon die vierte Rennsaison

Zweiter im Team ist Bruno Pozzos Sohn Luca. Der Elfjährige ist bereits ein alter Hase im Rennsport und fährt schon seine vierte Saison. Diese begann für Luca am Ostermontag. Anschliessend findet das erste Rennen für den Swiss ROK-Cup statt, wo es noch ein Stück härter zu- und hergeht als bei der Clubmeisterschaft. «Dort braucht man breite Ellbogen», sagt Bruno Pozzo, der früher selber Rennen gefahren ist und im Jahr 1992 Schweizer Meister im Automobilsport wurde.

Keine Formel-1-Stars

Für seine beiden kleinen Rennfahrer hat Bruno Pozzo bereits einige Sponsoren gefunden. Denn der Kartsport ist alles andere als billig: Mit 5000 bis 10 000 Franken pro Saison muss man rechnen; ein grosser Teil geht für die Reifen drauf. «Eventuell kommt noch ein dritter Junge ins Kartteam», sagt Bruno Pozzo. Es sei aber nicht sein Ziel, Kinder zu Formel-1-Stars zu machen. In seiner Fahrschule sollen sie in erster Linie Erfahrungen im Kartfahren sammeln und herausfinden, ob ihnen das PS-starke Hobby Spass macht. Neu können schon Kinder ab fünf Jahren erste Karterfahrungen sammeln.

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