Dem Stall einen Schritt näher

DOZWIL. Käser Paul Koch will einen neuen Schweinestall erstellen. Gegen die notwendige Umzonung des Landes, auf dem der Stall gebaut werden soll, sind Einsprachen eingegangen. Das Verwaltungsgericht hat diese nun abgelehnt.

Michèle Vaterlaus
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Paul Koch füttert seine Schweine im alten Stall. (Archivbild: Michèle Vaterlaus)

Paul Koch füttert seine Schweine im alten Stall. (Archivbild: Michèle Vaterlaus)

Der Dozwiler Käser Paul Koch ist froh: Jetzt kann er sich an die Planung seines neuen Schweinestalls machen. Dieser soll an der Grenze zu Uttwil zu stehen kommen. Das Ganze hat für Aufregung gesorgt. Denn die Anwohner und die Nachbargemeinde befürchten, dass der Geruch des Stalls zum Problem werden könnte. Deshalb haben sie gegen die notwendige Umzonung des Landstückes, welcher die Gemeindeversammlung Dozwil vor zwei Jahren zugestimmt hatte, Einsprache erhoben.

Zweimal abgeblitzt

Nachdem das Departement für Bau und Umwelt diese Einsprachen abgewiesen hatte, trat auch das Verwaltungsgericht nicht auf die Beschwerde ein. «Wir haben den Entscheid des Verwaltungsgerichts nicht an das Bundesgericht weitergezogen, weil die Gemeinde Dozwil vorgeschlagen hat, eine aussergerichtliche Einigung zu finden», sagt Brigitte Kaufmann-Arn, Frau Gemeindeammann von Uttwil. «Das sollte doch immer so sein.»

Damit ist die Umzonung nun rechtskräftig.

Bedenken nicht ganz vom Tisch

Die Bedenken, dass es Geruchsemissionen geben wird, sind jedoch bei der Gemeinde und auch bei der Einsprecherfamilie noch nicht ganz vom Tisch. Deshalb sollen die Details über den Bau des Stalls vertraglich festgehalten werden. Genaueres wollen weder Kaufmann noch Bruno Germann, Gemeindeammann von Dozwil, oder Paul Koch dazu sagen.

Was Koch bereits vor zwei Jahren kommuniziert hat, ist, dass er den Stall nach neuestem Standard bauen will. Das heisst, es soll ein Luftwäscher eingebaut werden, damit es in der Umgebung zu keinen unangenehmen Gerüchen kommt.

Beschwerden wegen Gestank

Heute steht Kochs Stall mitten im Dorf. Dieser Stall genügt ab 2018 den Tierschutzvorschriften nicht mehr. Des weiteren gab es immer wieder Reklamationen wegen des Geruchs. «Einige Leute störten sich daran, auch wenn der Geruch nicht so stark ist», sagt Koch. Bruno Germann bestätigt: «Wir hatten immer wieder Beschwerden.» Er zeigt in einem Ordner die verschiedenen Schreiben. Es sei zwar ruhiger geworden, dennoch sei der neue Stall mit die beste Lösung.

Es kann noch dauern

Paul Koch will sich nun an die Planung des Stalls machen. Bruno Germann betont: «Wir wollen das gemeinsam mit den Einsprecherparteien angehen.»

Eine Weile wird es wohl aber noch dauern, bis der neue Stall tatsächlich zu stehen kommt, schliesslich muss auch noch das Baugesuch bewilligt werden. «Von Berufskollegen weiss ich, dass es wohl noch weitere zwei Jahre dauern wird.»