Dem Osterhasen auf der Spur

Im Kreuzlinger Wald herrschte am Samstag emsiges Treiben: 320 Teilnehmer des Osterhasen-OL suchten nach 6000 versteckten Zuckereiern.

Hana Mauder Wick
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Mit schnellem Schritt: Jung und Alt beteiligte sich am Osterhasen-OL. (Bild: Nana do Carmo)

Mit schnellem Schritt: Jung und Alt beteiligte sich am Osterhasen-OL. (Bild: Nana do Carmo)

kreuzlingen. Kinderwagen rollten an, Laufprofis reckten ihre Glieder, und gross und klein bereitete sich auf den Start des Kreuzlinger Osterhasen-OLs vor. Die Zielsetzungen des Tages drehten sich nicht allein um Zeit, Köpfchen und Körper, sondern vor allem um den Faktor Spass. «Das ist ein Event für die ganze Familie», betonte Thomas Wägeli. Als Vorstandsmitglied der thurgorienta war er an der Durchführung des beliebten Kreuzlinger Anlasses beteiligt. Früher war dies ein Anlass des OL-Clubs der Region Kreuzlingen.

Letztes Jahr fiel er wegen Personalmangels aus. Die thurgorienta sprang an diesen Ostern in die Bresche und übernahm Organisation und Durchführung. Auf rund 100 Teilnehmer hatten die Veranstalter gehofft. Tatsächlich aber nahmen 320 Ostereier-Suchende jeweils eine der zwei Strecken mit zwischen 2,5 und 4 Kilometern unter die gut beschuhten Füsse.

Profis und Familien

Auf der Suche nach Posten und süssen Überraschungen trafen Könner auf Geniesser. «Ich laufe OL, seit ich denken kann», erzählte am Start Jenny Eriksson. Als Läuferin für das schwedische Kader fühlt sie sich auf vielen Strecken der Welt zu Hause. Die Karten mit den 23 Posten betrachtete sie mit einem Lächeln. An ihrer Seite zappelten voller Vorfreude die vierjährige Anna und die sechsjährige Maja Rivetti. «Die Mädchen laufen mit mir», sagte der schwedische OL-Profi.

Mit etwas weniger professionellem Schwung, aber derselben Vorfreude umringten auch OL-Neulinge den Startpunkt. «Ich lasse mir erst einmal zeigen, wie dieser elektronische Zeitmesser funktioniert», sagt Bea Niedermann mit Blick auf den schmalen Stift in ihrer Hand. «Meine elfjährige Tochter Iris wollte unbedingt mitlaufen. Also: hier sind wir. Mal schauen, wie es geht…»

Helfer auf zwei Rädern

Zwischen Schneeglöckchen und Wurzelstöcken marschierten, rannten oder spazierten die Osterhasen-Läufer auf den verschlungenen Pfaden des Waldes von Posten zu Posten. Verantwortlich für das Nachfüllen der Osternester war Noel Keller. Auf seinem Velo trat er kräftig in die Pedale, um auf beiden OL-Strecken regelmässig für Nachschub zu sorgen. «6000 durfte ich insgesamt verteilen», verriet er.

Ob lange Strecke oder gekürzte Variante, ob mit sportlichem Ernst oder als familiärer Plausch: Jeder kam auf den Waldrouten auf seine Kosten. Zum Schluss versammelten sich die Läufer erneut beim Fohrenhölzli, wo die Belohnung für den Waldmarsch in Form von Schoggihasen auf sie wartete.