Das Zollhaus trägt jetzt Abendrobe

Seit dem Dreikönigstag ist das alte Zollhaus morgens und abends beleuchtet. Die Beleuchtung ist ein Gemeinschaftswerk von Liegenschaftsbesitzer Peter Fratton und der Stadt Romanshorn.

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Das Zollhaus am Hafen ist seit neuestem beleuchtet. (Bild: pd)

Das Zollhaus am Hafen ist seit neuestem beleuchtet. (Bild: pd)

ROMANSHORN. «Ich freue mich sehr, dass eines der Romanshorner Wahrzeichen an einer der schönsten Lagen nun auch in der Dunkelheit eine gute Ausstrahlung hat», zitiert die Stadt Romanshorn Peter Fratton in einer Mitteilung. Die Beleuchtung des alten Zollhauses ist ein langgehegter Wunsch von Stadtammann David H. Bon. Erste Gespräche mit dem Liegenschaftsbesitzer hatten bereits im vorletzten Jahr stattgefunden. Obwohl Peter Fratton die Idee des Stadtammanns begrüsste und eine finanzielle Beteiligung umgehend zusagte, war die Umsetzung gar nicht so einfach.

Aufwendige Arbeit

Die Beleuchtung von Denkmälern ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Denn es gelte die Qualitäten und Merkmale des Baus bei Nacht hervorzuheben und eine stimmungsvolle Situation entstehen zu lassen, sagt Bettina Hedinger von der kantonalen Denkmalpflege. «Das epochale Haus hat nun ein attraktives Abendkleid bekommen», erklärt Lichtgestalter Thomas Luminati seine Idee. Er habe bewusst neue Charaktereigenschaften zum Ausdruck bringen wollen. «Ein zauberhaftes Abendkleid muss die Figur seiner Trägerin anders betonen, als dies die Alltagsbekleidung macht», sagt Luminati. Bis die Robe sass, hatte das für die Ausführung zuständige Elektrounternehmen einige Herausforderungen zu meistern.

Mit LED realisiert

In einem historischen Gebäude Leitungen optisch ansprechend zu verlegen, sei aufwendig. «Für die seeseitige Montage der Strahler mussten wir eine Spezialhebebühne organisieren», sagt Reto Segmüller, Filialleiter von Ellenbroek Hugentobler. Die komplette Beleuchtung sei mit LED realisiert worden und komme passend zur Energiestadt mit einem geringen Energieverbrauch aus, schreibt die Stadt in ihrer Mitteilung weiter. Der Bedarf der Leuchten beträgt knapp 1000 Watt.

Aufwertung des Hafens

Die neue Beleuchtung des im 19. Jahrhundert erstellten Zollhauses kommt bei der Bevölkerung gut an. «Schön und sehr stimmungsvoll», schwärmt etwa eine Bewohnerin der Hafenstrasse. Die adrett gekleidete Dame am Hafen zieht in den frühen Morgen- und Abendstunden aber auch die Blicke von Bahnreisenden und Schiffspassagieren auf sich.

Peter Fratton und David H. Bon sehen im gelungenen Gemeinschaftswerk einen weiteren Schritt zur Aufwertung der Hafenpromenade. (red.)