Das Ziel ist nicht mehr fern

Aussen ist das Begegnungshaus in Sulgen so gut wie fertig. Derzeit erfolgt der Innenausbau. Die Spielgruppe hofft, dass sie als erste bereits nach den Herbstferien in den Neubau im Sulger Oberdorf einziehen kann.

Hannelore Bruderer
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Blick aus dem Schulhaus Oberdorf auf das Begegnungshaus an der Schulstrasse; die Photovoltaikanlage auf dem Dach ist bereits montiert. (Bild: Hannelore Bruderer)

Blick aus dem Schulhaus Oberdorf auf das Begegnungshaus an der Schulstrasse; die Photovoltaikanlage auf dem Dach ist bereits montiert. (Bild: Hannelore Bruderer)

SULGEN. Die Gemeinde Sulgen lud die am Bau beteiligten Handwerker kürzlich zum Aufrichtefest ein. «Genau ein Jahr später, am Samstag, 5. September 2015, feiern wir in Sulgen ein Dorffest. Dann werden wir das Begegnungshaus mit der Bevölkerung offiziell einweihen», sagt Gemeindeammann Andreas Opprecht. Mit den Bauarbeiten liegt die Gemeinde im Zeitplan und im Budgetrahmen. Die Indach-Photovoltaikanlage auf dem Gebäude wird noch diesen Monat in Betrieb gehen, der Innenausbau sollte bis Anfang November komplett abgeschlossen sein.

Nicht mehr selber heizen

Vorausgesetzt, die Innenarbeiten sind bis dahin so weit fortgeschritten, wird die Spielgruppe nach den Herbstferien ins Begegnungshaus einziehen. «Für uns wäre das ideal. Dann gäbe es im Betrieb keinen Unterbruch und die Kinder könnten sich nach den Ferien am neuen Ort einleben», sagt Michèle Artho, Leiterin der Spielgruppe.

Ein wichtiger Grund für den frühen Einzug ist die bald beginnende Heizperiode. Das Beheizen des nichtisolierten Spielgruppenhauses mit einem alten Ölofen bedeute für die Leiterinnen nicht nur Mehrarbeit, sondern stellte sie in den vergangenen Jahren immer wieder vor Probleme. Hielt die Winterkälte länger an, froren alle Wasserleitungen ein. Für den Herbst sei zwar noch Heizöl vorhanden, sagt Michèle Artho, aber nochmals auffüllen wolle man den Tank nach Möglichkeit nicht.

Raum für wartende Eltern

Als Gemeinderätin ist Michèle Artho auch zuständig für die Mütter- und Väterberatung. Die Beratungen finden derzeit im Seniorenzentrum Region Sulgen statt. Auch die Mütter- und Väterberatung wird ins Begegnungshaus umziehen, ein Datum ist jedoch noch nicht fixiert.

«Im Moment ist es so, dass sich Wartende im gleichen Raum befinden, in dem die Organisation Conex Familia ihre Beratungen durchführt. Das ist nicht ideal, besonders dann, wenn Ratsuchende ein vertrauliches Anliegen haben», sagt Michèle Artho. «Im Begegnungshaus haben wir deshalb vorgesehen, dass ratsuchende Eltern allfällige Wartezeiten im Spielgruppenlokal überbrücken können. Dieses wird zu den Zeiten, in denen die Mütter- und Väterberatung stattfindet, von der Chrabbelgruppe genutzt.» Ende Jahr zieht die Bibliothek Region Sulgen ins neue Begegnungshaus um.

Zwei Bibliotheken vereint

Da die Bibliothek der Primarschule Sulgen am neuen Standort in die Bibliothek Region Sulgen integriert wird, steht ein grösseres Umzugsprojekt an. «In den nächsten Wochen führen wir eine Bestandesaufnahme durch», sagt Heidi Arndt, Leiterin der Bibliothek Region Sulgen. «Bei den Kinder- und Jugendbüchern wird es sicher Überschneidungen geben. Da wir erst am Anfang der Planung stehen, können wir jetzt auch noch nicht sagen, wann und wie lange die Bibliothek wegen des Umzugs geschlossen bleiben wird.»

Die Bibliothek Region Sulgen befindet sich seit 1989 im Erdgeschoss des Seniorenzentrums. Zuvor hatte die Bibliothek ihren Sitz während fünf Jahren an der Schulstrasse; dort, wo jetzt das neue Begegnungshaus gebaut wird. Wie die leeren Räume im Erdgeschoss des Seniorenzentrums im neuen Jahr genutzt werden, sei noch nicht entschieden, erklärt Heimleiter Hans Peter Rüttener auf Anfrage.

Vom Auholz ins Oberdorf

Ende des ersten Schulsemesters, im Februar 2015, wechselt dann auch noch das «Murmelhaus» vom Schulhaus Auholz ins Begegnungshaus. Das «Murmelhaus» ist ein Vorschulangebot für Kinder mit Migrationshintergrund und wird vom Verein «Integration-vor-4» betrieben. Mit den Mietern «Murmelhaus», Bibliothek und Spielgruppe ist das Begegnungshaus bereits gut besetzt. Zwei kleinere Räume im Gebäude, einer im Ober- und einer im Untergeschoss, sind derzeit noch nicht vermietet.

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