Das Zeltfestival kommt zurück

KREUZLINGEN. Nun ist es definitiv: Vom 25. Juni bis am 5. Juli gibt es auf Klein Venedig wieder ein Zeltfestival. Damit es zustande kommt, greifen die Städte Kreuzlingen und Konstanz tief in die Tasche und unterstützen den Veranstalter mit insgesamt rund 140 000 Franken.

Annina Flaig
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Die treibenden Kräfte hinter dem grenzüberschreitenden Zeltfestival: Armin Nissel (Veranstalter), Micky Altdorf (Kabarett in Kreuzlingen), Dieter Bös (Veranstalter) und Andreas Osner (Bürgermeister Konstanz) auf dem Festivalgelände Klein Venedig. (Bild: Annina Flaig)

Die treibenden Kräfte hinter dem grenzüberschreitenden Zeltfestival: Armin Nissel (Veranstalter), Micky Altdorf (Kabarett in Kreuzlingen), Dieter Bös (Veranstalter) und Andreas Osner (Bürgermeister Konstanz) auf dem Festivalgelände Klein Venedig. (Bild: Annina Flaig)

Dank mehreren Müttern, Vätern und Patenschaften erlebt das Zeltfestival auf Klein Venedig im Sommer seine Wiederauferstehung. Und weil ein Zelt auf Konstanzer Boden und das andere auf Kreuzlinger Seite aufgestellt wird, wird es das erste grenzüberschreitende Zeltfestival. «Konstanz und Kreuzlingen tritt als Doppelstadt auf. Damit senden wir ein wichtiges partnerschaftliches Zeichen aus», sagt der Konstanzer Bürgermeister Andreas Osner. «Wir packen diese Chance, zusammen mit Konstanz etwas Einzigartiges zu entwickeln, das über die Region hinaus zu einem Label werden könnte», sagt Dorena Raggenbass, Kreuzlinger Stadträtin, Departement Freizeit.

Festival war immer defizitär

Das Zeltfestival wurde 2008 beerdigt, nachdem es den Veranstaltern 14 Jahre lang nicht gelungen war, kostendeckend zu arbeiten. «Seither wurden wir immer wieder darauf angesprochen. Viele haben sich gewünscht, dass es das Festival wieder gibt», sagt Armin Nissel, Geschäftsführer von Koko & DTK Entertainment und Veranstalter des Zeltfestivals. Dieser Ruf hat offenbar in der Politik Widerhall gefunden: Konstanz unterstützt das Festival mit 90 000 Euro. Der Kreuzlinger Stadtrat hat seiner tieferen Einwohnerzahl entsprechend 40 000 Franken sowie Leistungen des Werkhofs in der Höhe von 5000 Franken zugesagt. Das Gesamtbudget des zehntägigen Festivals vom 25. Juni bis 5. Juli beträgt 1,2 Millionen Euro. Erwartet werden insgesamt rund 40 000 Besucher.

Z88 und KIK sind dabei

Mit ins Boot geholt wurden der Kreuzlinger Kulturverein Z88 und «Kabarett-in-Kreuzlingen»-Veranstalter Micky Altdorf, welche regionale Künstler für das Programm vorgeschlagen haben. «Allerdings war die Zeit etwas knapp», räumt Micky Altdorf ein. Er und Kurt Peter vom Z88 freuen sich, wenn das Zeltfestival nun über mehrere Jahre Bestand hat und sie künftig stärker bei der Programmgestaltung mitwirken können. Dieter Bös, ebenfalls Geschäftsführer von Koko & DTK Entertainment, freut sich über Geheimtips. «Mein Ziel ist es, den Besuchern nebst bekannten Acts auch Newcomer zu bieten und sie mit unbekannten Künstlern positiv zu überraschen.» Das Programm (siehe Kasten) ist vielversprechend: Weltmusik, Comedy, Rock, Jazz und Kabarett bieten ein facettenreiches Spektrum. Geplant sind nebst den beiden Zelten eine Open-Air-Bühne, ein Biergarten und diverse kulinarische Angebote.