Das Zeltfestival erhält keinen Beitrag mehr von Kreuzlingen

«Das ist gelinde gesagt <än Chlapf> ins Gesicht der Kreuzlinger Vereine.» FDP-Gemeinderat Christian Brändli übte im Rahmen der gestrigen Budgetdebatte scharfe Kritik am Stadtrat.

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«Das ist gelinde gesagt <än Chlapf> ins Gesicht der Kreuzlinger Vereine.» FDP-Gemeinderat Christian Brändli übte im Rahmen der gestrigen Budgetdebatte scharfe Kritik am Stadtrat. Ein Dorn im Auge war ihm der Beitrag der Stadt Kreuzlingen an das Zeltfestival Konstanz-Kreuzlingen, das diesen Sommer seit langem wieder auf Klein Venedig stattfand. Das sei reines Sponsoring eines kommerziellen Anlasses, damit ein Konstanzer Unternehmer sich einen Traum erfüllen könne. Einmal in Fahrt, tat Brändli auch gleich seiner Befürchtung kund, dass die Stadt ja dann auch gleich das Oktoberfest unterstützen könnte. «Bei beiden gibt es Musik, beides sind kommerzielle Events.» Entsprechend stellte er den Antrag, die 40 000 Franken im Budget fürs kommende Jahr ersatzlos zu streichen. Stadträtin Dorena Raggenbass' Rettungsversuch blieb vergeblich. «Wir verstehen uns als einen Kulturraum», sagte sie. Das Zeltfestival sei ein Anlass für die Allgemeinheit und das Geld sei eine Anschubfinanzierung und lande ganz bestimmt nicht im persönlichen Kässeli des Veranstalters. Sie informierte auch, dass das Zeltfestival 2015 gar keinen Gewinn abwarf, sondern ein Defizit von gegen 50 000 Euro geschrieben habe. Mit 20 Ja- zu 16 Nein-Stimmen bei einer Enthaltung entschied der Gemeinderat, künftig keinen Beitrag mehr zu leisten.

Die rund 66 000 Franken weniger Risikoprämien, welche die Stadt an die Pensionskasse leisten muss, werden nicht als zusätzliche Alterseinlagen für ihre Mitarbeiter verwendet, sondern eingespart. Das entschied der Gemeinderat auf Antrag von Beat Rüedi (FDP). (ubr)

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