Das Wissen ist tief in uns verborgen

Die Fenster des Rittersaals im Wasserschloss Hagenwil sind mit schwarzen Tüchern verdunkelt. Auf dem Tisch stehen einige Kerzen, mystisch anmutende Musik kommt aus dem Radio. Bereits haben einige Teilnehmer des Seminars auf den Stühlen Platz genommen.

Maya Mussilier
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Vincent Raven spricht im Rittersaal des Wasserschlosses Hagenwil über die Fähigkeiten der Raben. (Bild: Donato Caspari)

Vincent Raven spricht im Rittersaal des Wasserschlosses Hagenwil über die Fähigkeiten der Raben. (Bild: Donato Caspari)

Die Fenster des Rittersaals im Wasserschloss Hagenwil sind mit schwarzen Tüchern verdunkelt. Auf dem Tisch stehen einige Kerzen, mystisch anmutende Musik kommt aus dem Radio. Bereits haben einige Teilnehmer des Seminars auf den Stühlen Platz genommen. Gespannt sind sie auf diesen Abend mit Vincent Raven, der ihnen viel Wissenswertes über die Raben erzählen will. Gespannt sind sie aber auch auf Ravens Räbin Corax, die an diesem Abend im Rittersaal einen Auftritt haben wird. Auch wenn es alle verstehen, etwas enttäuscht sind die Teilnehmer schon, als sie erfahren, dass Corax erst gegen Ende des Abends dabei sein wird.

Sämi ist der Wegbereiter

Doch schnell ist die Enttäuschung vergessen. Denn was Vincent Raven an diesem Abend zu berichten hat, fesselt die Teilnehmer des Seminars schnell. Er erzählt davon, wie er schon als kleiner Bub den Kontakt zu den Raben gefunden hat. Zarte fünfeinhalb Jahre alt ist er gewesen, als er dem Raben Sämi begegnet ist. Eine Begegnung, die nicht ohne Folgen blieb. Denn Sämi lernte ihn die Intelligenz der schwarzen Vögel erkennen. Das Rabenprinzip hat Vincent Raven zum Inhalt dieses Seminars gemacht. Seine Erkenntnisse will er an diesem Anlass auch anderen Menschen zugänglich machen. Staunend hören die Besucher von den Fähigkeiten der Raben. Nicht umsonst ranken sich um diese Vögel so viele Geschichten. Vincent Raven erzählt unter anderem davon, wie Raben den Tod über das sich öffnende Energiefeld wahrnehmen können. Oder davon, wie sie telepathisch kommunizieren. Dann hält er die Seminarteilnehmer dazu an, ihre fünf Sinne «Sehen», «Hören», «Riechen», «Schmecken» und «Fühlen» zu verfeinern. Näher eingehen will er aber auch auf den sechsten und den siebten Sinn. «Sinne, die durch unsere Lebensweise und Erziehung verkümmert sind, die aber jeder von uns in sich trägt», sagt Vincent Raven.

Corax sieht die Symbole

Mit einem Experiment bringt Vincent Raven die Seminarteilnehmer ins Staunen. Nach einer kurzen Hypnose ordnet eine junge Frau Bilder von Menschen nur nach Gefühl auf zwei Stapel. Ohne einen entsprechenden Hinweis trennt sie lebende und verstorbene Menschen voneinander. Damit ist das Eis restlos gebrochen. Alle hören gebannt zu, als Vincent Raven von den Bewusstseinsebenen spricht.

Im letzten Teil des Abends ist auch Corax präsent. Zuerst aber fischt jeder Teilnehmer sein persönliches Pendel aus der Schale. Unter Anleitung von Vincent Raven lassen alle ihr Pendel schwingen und kreisen. Und schliesslich ist es so weit. Corax verlässt ihre Transportbox und erntet allein durch ihre Erscheinung viel Bewunderung. Treffsicher zeigt sie sich betreffend der von den Teilnehmern ausgesuchten Symbole auf einem Würfel. Nur ungern lassen die Seminarbesucher am Ende des Abends Vincent Raven und seine Räbin Corax ziehen.