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Das Ufer geputzt

Von der Aludose bis zum vergessenen Zelt: 300 Kilogramm Müll sammelten Helfer am Samstag zwischen Scherzingen und Landschlacht.
Hana Mauder Wick
Mit Handschuhen, Greifzange und Plastiksack unterwegs: Walter Meister beim Uferputzen. (Bild: Hana Mauder Wick)

Mit Handschuhen, Greifzange und Plastiksack unterwegs: Walter Meister beim Uferputzen. (Bild: Hana Mauder Wick)

Etwa 30 grosse und kleine Freiwillige – mit gutem Schuhwerk, dicken Arbeitshandschuhen, Plastiksack und Müllzange ausgerüstet – machten sich am Samstagvormittag an die traditionelle Bach- und Uferputzete. «Das hat in Münsterlingen Tradition», sagte Gemeindepräsident René Walther. «Das Engagement der Bevölkerung freut uns sehr.»

Zum Auftakt fasste Gemeinderat Adrian Giger das Thema Littering in Zahlen zusammen. Eine Tonne Littering-Material kostet den Steuerzahler etwa 1300 Franken. «Im Vergleich dazu würde dieselbe Menge korrekt entsorgten Mülls nur 300 Franken kosten.»

Letztes Mal im Schilf stecken geblieben

Mit diesem Hintergrundwissen im Kopf machten sich zwei Gruppen – eine ab Landschlacht, eine von Scherzingen aus – auf den Weg, um das Bodenseeufer von Unrat zu befreien. «Da unten zum Schilf würde ich nicht hin gehen. Beim letzten Mal bin ich dort mit den Stiefeln im Schlamm stecken geblieben.» Dieser gute Ratschlag stammte vom fünfjährigen Lias Herensperger. Gemeinsam mit seiner Mutter Katja und der dreijährigen Schwester Ena stiefelte er über Stock und Stein auf der Suche nach Aludosen, Papierfetzen, Plastikteilchen, Glasflaschen oder einem Stück Seil. Nur wenige Schritte entfernt fischte derweil Walter Meister einen Plastikeimer aus dem Schlick. Am Samstag zogen mehrere Helfer auch ein zurückgelassenes Zelt mit vereinten Kräften hinauf zum wartenden Kommunalfahrzeug. «Die Seeufer-Putzete ist eine gute Gelegenheit, etwas für die Gemeinschaft zu tun», sagte Silvia Demarchi. Beim nicht immer einfachen Hantieren mit der Müllzange kamen die Teilnehmenden ins Gespräch. «Man lernt neue Leute kennen und sammelt interessante Eindrücke», sagte die einstige Lehrerin und steckte das Überbleibsel eines geplatzten Luftballons in den Sack. Die Zeit verging wie im Flug. Einige prall gefüllte Müllsäcke und rund eineinhalb Stunden später endete die Uferputzete mit einer beachtlichen Bilanz: An die 300 Kilo Müll konnten laut ersten Schätzungen in diesem Jahr eingesammelt werden.

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