Das Treffen der grossen Deutschen

WEINFELDEN. 50 Doggen und ihre Halter bevölkern am Sonntag, 20. September, den Übungsplatz des Kynologischen Vereins Weinfelden. Auf dem Gelände neben der Thurbrücke findet der dritte SOS-Doggentag statt.

Anna Hug
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Doggen und ihre Halter versammeln sich am letztjährigen SOS-Doggentag vor der Thurbrücke in Weinfelden. (Archivbild: pd)

Doggen und ihre Halter versammeln sich am letztjährigen SOS-Doggentag vor der Thurbrücke in Weinfelden. (Archivbild: pd)

Die Deutsche Dogge ist eine der grössten Hunderassen weltweit. Einige verängstigt, andere begeistert dies. Für Doggen-Begeisterte, und solche die es noch werden wollen, findet am Sonntag der dritte SOS-Doggentag und der Doggentag in Weinfelden statt. Die beiden ähnlich klingenden Events wurden dieses Jahr zusammengelegt.

Charity und Hundetreff zugleich

Während der Doggentag bis anhin einfach Gelegenheit zum Beisammensein und Austausch zwischen Doggen-Freunden bot, handelt es sich beim SOS-Doggentag um eine Benefizveranstaltung. Die Weinfelderin Conny Müller hat die Leitung der «SOS für Deutsche Doggen Schweiz» des Schweizerischen Clubs für Deutsche Doggen vor drei Jahren übernommen und den SOS-Doggentag ins Leben gerufen. «Unsere Aufgabe ist, Doggen zu helfen, die in Not geraten sind. Beispielsweise weil sich ihre Besitzer trennen und niemand mehr Zeit hat, sich um das Tier zu kümmern», sagt Conny Müller. «Wir holen die Tiere und vermitteln sie neu. Die Hunde sind zu gross und zu sensibel, um in Tierheimen untergebracht zu werden.»

Bewegungskurse für Hunde

Conny Müller hat sich im Jahr 1998 ihre erste Deutsche Dogge zugelegt. Später besuchte sie mit ihrem Hund viele Kurse in Weinfelden und startete eine Mobility-Gruppe. Dort absolvieren die Tiere mit ihren Haltern Geschicklichkeitsparcours.

Am Doggentag in Weinfelden werden alte, aber unbeschädigte und saubere Hundegegenstände verkauft, die die Hundehalter mitbringen können. Michael Antonazzo, Fotograf und Herrchen von zwei Doggen, installiert ausserdem einen Fotostand. «Letztes Jahr habe ich den Stand zum ersten Mal aufgebaut. Er ist sehr gut angekommen, da viele Halter sonst nicht die Gelegenheit haben, solche Fotos von sich und ihren Hunden zu schiessen», sagt Antonazzo. Zudem ist es sein Beitrag zur Charity, denn mit dem Erlös aus den Fotos und den verkauften Gegenständen werden Tierarztrechnungen oder Futterkosten der geretteten Deutschen Doggen finanziert.

Die Charity-Veranstaltung beginnt um 11 Uhr mit einem Apéro. Am Mittag wird grilliert. Würste dazu kann man vor Ort kaufen. Der Veranstalter bittet die Gäste, Salate und Desserts für ein Buffet mitzubringen.

Am Nachmittag wird das Areal rund ums Klubhaus mit einem Mobility-Plausch-Parcours belebt, und die anwesenden Doggen werden vorgestellt. «Die Infrastruktur bei der Thurbrücke ist ideal. Es gibt viel Platz, wo sich die Doggen aufhalten können. Der Anlass ist sehr friedlich, und man hört selten einen Hund bellen. Auch nicht Doggenbesitzer sind herzlich eingeladen, die Veranstaltung zu besuchen.»

Weitere Informationen unter www.deutscher-doggen-club.ch