Das Tempo den Strassen anpassen

ARBON. Die Urheber der Petition für eine Tempo-30-Zone im Arboner Bergliquartier zeigen sich erfreut, dass der Stadtrat ihr Anliegen umzusetzen bereit ist. So werde es sicherer auf den Strassen, die nicht für Tempo 50 gebaut sind, sagen Riquet und Felix Heller.

Max Eichenberger
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Am 4. Januar 2013 haben Riquet und Felix Heller ihre Bürgeraktion für eine Tempo-30-Zone im Bergliquartier gestartet. Sie selber sind Anwohner der Berglistrasse: Der Vater, inzwischen pensionierter Staatsanwalt, politisiert für die FDP im Stadtparlament, Sohn Felix schräg gegenüber in der Fraktion der SP. Nicht immer ziehen sie am selben Strick. Das Anliegen, durch Langsamverkehr mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer zu erreichen, vertreten sie gemeinsam. Und mit Erfolg.

Anwohner fühlen sich bestätigt

Nach kurzer Sammelzeit konnten sie ihre Petition mit über 250 Unterschriften beim Stadtrat einreichen. Dieser prüfte wohlwollend das Bürgerbegehren der beiden Parlamentarier – und liess dazu ein Gutachten erstellen. Auf dessen Grundlage hat der Stadtrat nun beschlossen, über das erweiterte Bergliquartier eine Tempo- 30-Zone zu errichten (TZ 2.9.). Das freut die Petitionäre: Das eingeholte verkehrstechnische Gutachten bestätigt, was Anwohner schon längst wussten: dass die dortigen Strassen nicht für den Verkehr gebaut sind, der bis 50 km/h schnell fahren darf.

Strassensanierungen nutzen

Um eine Tempobeschränkung auf 30 km/h zu erwirken, sind bauliche Massnahmen nötig. Diese will der Stadtrat nun etappiert umsetzen. Aus Kostengründen zuerst im Gebiet zwischen Römer- und Romanshornerstrasse. Das passe, weil hier ohnehin eine Sanierung der Römer- und von Teilen der Berglistrasse anstehen; da sehen Hellers Synergien. So könnten öffentliche Passagen wie vor dem Bürgerheim, der evangelischen Kirche und beim Berglischulhaus verkehrsberuhigt werden. Für das zügige Vorgehen zollen die Petitionäre dem Stadtrat Lob. Allerdings werde das Komitee darüber wachen, dass auch das nördliche Gebiet bis zur St. Gallerstrasse nicht vergessen geht. Laut Gutachten sollte dort bis in spätestens zehn Jahren ebenfalls eine Tempo-30-Zone errichtet werden.

Wie bis anhin frei zugänglich

Mit Genugtuung nehmen Riquet und Felix Heller zudem zur Kenntnis, dass nur wenige öffentliche Parkplätze verlorengehen und keine neuen Einbahnstrassen geplant sind: «Das Bergliquartier bleibt demzufolge wie bis anhin frei zugänglich – auch über Schleichwege. Nur sind diese nicht mehr so bequem.» Der Stadtrat rechnet mit Gesamtkosten von 633 000 Franken.

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