Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Das Schiffswrack am Seeufer

Projektionspunkt Metropol

Der Tanker ist aufgelaufen, die Besatzung von Bord. Die Planken sind mit Brettern vernagelt. Ähnlich einem Schiffswrack bei Ebbe steht das Hotel Metropol, das viele seiner Architektur wegen mit einem Beton gewordenen Schiffsbau vergleichen, auf dem Trockenen. Die Reederei will es verschrotten und hat andere Pläne. Ein neues Projekt soll vom Stapel laufen und sich in Zwillingstürme verpuppen. Diese haben auch einen Namen: Riva. Wie immer, wenn man etwas schön oder daneben finden kann: Riva, das was kommen soll, scheidet die Geister. Wenn’s nur das wäre!

In der Frage, wie Arbon in die Zukunft steuern soll, konservativ im Nostalgiegärtchen stehend oder radebrechend bislang gültige Massstäbe über Bord werfend, bildet das Hotel Metropol schon seit Jahren den Projektionspunkt.

Ob das Metropol verschrottet und Riva gebaut werden kann, entscheidet nicht die Reederei – HRS. Es gibt fast ebenso viele Meinungen wie Kriterien und Experten. Die Bürger reden mit und die externen Experten, die unter sich uneins sind. Wen wundert’s. Alle erheben die Stimme: Die Bewahrer, die Investoren und Zukunftsgläubigen.

Die Lager scheinen unversöhnlich – die Hängepartie könnte länger dauern. Obwohl die Reeder Druck aufgebaut haben. Gegen Entscheide kann man rekurrieren. Klein beigeben wird so schnell niemand. Beton rostet nicht. Wenigstens das: der Anblick eines Rosthaufens, den sich Mittelmeerstädte gewohnt sind, bleibt uns erspart. (me)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.