Das scheint so üblich zu sein

Randnotiz

Daniela Angehrn
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Am vergangenen Sonntag spazierte ich durch den Markt am Erntedankfest in Hagenwil. Das sonnige Wetter übertrug sich auf die Laune der Besucher und Standbetreiber. Hier und da kam es zu einem Schwätzchen unter Fremden.

Ich unterhielt mich mit zwei strickenden Damen und bewunderte ihre Fingerfertigkeit und die kunstvollen Werke. Ich gestand ihnen, dass die Strick-Hausaufgaben in meiner Schulzeit meist von meiner Mutter erledigt wurden und ich heute nicht einmal das einfachste Muster stricken könne. Sie lachten und erzählten ihrerseits, dass auch sie für ihre Töchter die Handarbeiten erledigt haben. Das scheint allgemein üblich zu sein.

Eines Tages werde ich wohl für meine Kinder stricken und häkeln müssen. Was ich in der Schulzeit versäumte, wird mir meine Mutter schon beibringen. Und hoffentlich liest meine ehemalige Handarbeitslehrerin Frau Hertel diese Kolumne nicht – sonst wird bestimmt meine Schulnote im Nachhinein noch angepasst werden.

Daniela Angehrn