Das «Repair-Café» kam gut an

Am Samstag drehte sich beim Weinfelder Pestalozzi-Schulhaus alles um faire Produkte. Viele Interessierte besuchten den elften Biomarkt.

Manuela Olgiati
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Zahlreiche Kauflustige deckten sich mit fairen Produkten ein. (Bild: Manuela Olgiati)

Zahlreiche Kauflustige deckten sich mit fairen Produkten ein. (Bild: Manuela Olgiati)

WEINFELDEN. Er ist ein beliebter Anlass, der Biomarkt auf dem Platz vor dem Pestalozzi-Schulhaus in Weinfelden. Bereits zum elften Mal organisierten der Weinfelder Biofachmarkt biosfair, die Genossenschaft Kornhaus und der Verein Bio Ostschweiz am vergangenen Samstag den stimmungsvollen Markt. Um die Mittagszeit flanierten Hunderte von Besuchern den bunten Ständen entlang. «In diesem Jahr sind wieder über 50 Produzenten vertreten», sagte Agnes Hauschel von biosfair Weinfelden erfreut. Sie und ihre Kollegin Barbara Smith bereiteten griechische Salate für hungrige Gäste zu und warben für essbare Öle.

Interesse an fairen Produkten

Naturgärten bewundern und knackiges Gemüse am Stand nebenan einkaufen konnten die Marktbesucher. Die Vielfalt reichte von Gemüse, Obst, Fleisch, Säften, Wein, Käse und Backwaren bis hin zu Küchenkräutern, Tee, Wildstauden und Blumenzwiebeln. Eingekauft wurde fleissig, das Interesse an den gesunden Erzeugnissen war gross. In der Kinderecke arrangierten die kleinen Marktbesucher einzelne Blumen zu farbenfrohen Gestecken. Oder sie hörten Märchen im Geschichtenwagen und trafen sich im Streichelzoo bei den Buureziegen.

Appenzeller Folklore

Auf der Bühne sorgten die Musikgruppe Baldrian sowie das Buebechörli aus dem appenzellischen Stein für Unterhaltung. Die Berghofjodler mischten sich zu Jodelgesang mitten unter das bunte Marktvolk. Genauso wie die lustigen Clowns. Und Akkordeonist Tadeusz Pyza vermittelte vor dem «Repair-Café» musikalisch ein Gefühl von Ferien. Dieses gab es heuer zum ersten Mal, und es war ein voller Erfolg. Beim Pausenunterstand standen zahlreich die Besucher mit defekten Bügeleisen, Schuhen, Küchengeräten, Töffs und Velos an, um diese gratis reparieren zu lassen. «Nur die Kosten für die Ersatzteile müssen die Besucher selbst übernehmen», sagte Ernst Senn, der gerade mit einem defekten Grillmotor beschäftigt war. Elektrotechniker, Informatiker und Ingenieure sowie Schneider, Schreiner und Buchbinder waren ehrenamtlich im Einsatz und fanden Lösungen für fast jedes Problem.

Das nächste Repair-Café findet am 31. Oktober von 9 bis 12 Uhr auf dem Marktplatz statt.