Das Quartier redet mit

ARBON. Statt dem äusseren Rebenquartier eine fertige Tempo-30-Lösung überzustülpen, geht die Stadt einen anderen Weg. Sie lädt Bewohner und Interessierte ein und macht sich ein Meinungsbild.

Max Eichenberger
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In der äusseren Rebenstrasse wären für eine bewilligungsfähige Tempo-30-Zone weitere Massnahmen nötig. (Bild: Max Eichenberger)

In der äusseren Rebenstrasse wären für eine bewilligungsfähige Tempo-30-Zone weitere Massnahmen nötig. (Bild: Max Eichenberger)

Es geht um die Suche nach dem grösstmöglichen Nenner der Interessen, der Sicherheit und des Nutzens. Und bei den möglichen baulichen Massnahmen darum, im Rahmen der vorgegebenen Normen zu bleiben. Bemerkenswert finden Besucher der Informationsveranstaltung diesen Ansatz. Stadtpräsident Andreas Balg, Stadtrat Peter Gubser, der neu dem Bauressort vorsteht, Stefano Sinopoli, Projektleiter Tiefbau, und Planer Rinaldo Deganello diskutierten auf Augenhöhe und loteten optimale Massnahmen aus.

Mässig zu schnell

Auslöser sind Werkleitungen, die erneuert werden müssen. Leitungen sind teils in schlechtem Zustand und bis 80 Jahre alt. Da mache es Sinn, Synergien zu nutzen und die Strassengestaltung mitzuberücksichtigen. Seit 1999 ist der Abschnitt von der Sonnenhügel- zur Spechtstrasse vom Kanton als Tempo-30-Zone bewilligt. Mit teils noch provisorischen Massnahmen.

«Es wird zu schnell gefahren. Niemand kontrolliert», sagt ein Quartierbewohner. Kinder seien gefährdet, auch der Rechtsvortritt irritiere. Für die Bewohner des Pflegeheims ist das bei ihren Spaziergängen auch nicht optimal. Zwei von drei Messungen haben jedoch ergeben, dass 85 Prozent der gemessenen Geschwindigkeitswerte innerhalb der Toleranzgrenze sind.

Nur ein Teil bewilligt

Die Strasse wäre gemäss den Stadtvertretern breit genug, um sie mit 50 km/h zu befahren. In Frage gestellt wird, ob Tempo 30, das mehrheitlich weiter gewünscht wird, auch dort signalisiert werden kann, wo die Strasse nicht beidseitig bebaut ist. Im äusseren Bereich der Rebenstrasse ist Tempo 30 zwar signalisiert, laut Sinopoli müssten aber noch bauliche Massnahmen vorgesehen werden, damit sie als solche Zone durch den Kanton bewilligt werden könnte.

Eine Planidee der Abteilung Bau sieht vor, Tempo-30-Massnahmen mit punktuellen Verengungen, Stelen und vertikalen Versätzen zu ergänzen. Diese wurden diskutiert. Die Planer der Stadt werden jetzt eine Variante ausarbeiten, die grösstmögliche Akzeptanz verspricht. Entscheiden werde dann aber der Stadtrat, sagt Peter Gubser.

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