Das neue Zuhause ist komfortabler

Die erste Etappe im Wohn- und Pflegeheim Abendfrieden in Kreuzlingen ist geschafft. 36 Senioren sind in einen Modulbau gezügelt, der während der zweijährigen Bauphase als Zwischenlösung dient. Das «Haus 2» wird abgebrochen.

Nicole D'orazio
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Die Inneneinrichtung im Gartentrakt ist hell gehalten. (Bild: Nicole D'Orazio)

Die Inneneinrichtung im Gartentrakt ist hell gehalten. (Bild: Nicole D'Orazio)

KREUZLINGEN. Die Bewohner sitzen etwas müde, aber zufrieden an den Tischen. Sie haben gerade gefrühstückt. Im neuen Gartentrakt des Wohn- und Pflegeheims Abendfrieden in Kreuzlingen geht es ruhig zu und her. Seit drei Wochen wohnen 36 Personen im Modulbau, der als Übergangslösung für zwei Jahre dient. Sie sind vom so genannten «Haus 2» in den Gartentrakt gezügelt. Denn das 60jährige «Haus 2» auf der hinteren Seite des Hauptgebäudes wird ersetzt (unsere Zeitung berichtete). Auch das ehemalige Heimleiter-Häuschen nebenan muss dem Neubau weichen. Derzeit laufen die Vorarbeiten, Anfang August wird mit dem Rückbau begonnen. Mit dem Bezug wird im Frühsommer 2018 gerechnet.

Projekt kostet 19 Millionen

Der Neubau wird dreistöckig und wird 40 Einzel- und drei Doppelzimmer mit eigener Nasszelle beherbergen. Die Stiftung Abendfrieden investiert insgesamt 19 Millionen Franken in den Neubau, den Zwischenbau sowie einige Sanierungen am und im Hauptbau des Wohn- und Pflegeheims. Zum Beispiel wird die Fassade aufgefrischt, der Eingangsbereich neu gestaltet und die Therapieräume werden erneuert. Zudem wird die alte Villa vom Wohn- in ein Bürogebäude umgewandelt.

«Der Umzug wurde gut organisiert und hat zimmerweise während zwei Tagen stattgefunden», erzählt Mirjam Brühwiler, Geschäftsleiterin des «Abendfrieden». Mitglieder des Rotary Clubs Kreuzlingen haben dabei geholfen. «Die Bewohner und deren Angehörige haben wir frühzeitig informiert. Sie konnten sich so aufs Zügeln gut einstellen.»

Toilette nun im Zimmer

Es habe alles problemlos geklappt, und die Bewohner fühlten sich zum Glück wohl. «Sie haben im Modulbau grössere Zimmer, neue Betten und auch eine eigene Toilette. Der Komfort ist höher.» Der Gartentrakt ist in eine offene und eine geschlossene Abteilung unterteilt. Letztere ist für Senioren mit einer Demenzerkrankung. «Dazu gehört natürlich auch ein grosser Garten, wo die Bewohner spazieren können.»

Den Senioren gefällt ihr neues Zuhause. «Es ist sehr schön und hell hier», sagt Heidi Wick. Viel habe sich nicht geändert, vielleicht die Zimmernachbarn. «Wir haben aber noch die gleichen Pflegerinnen und Pfleger. Das ist für uns hilfreich.» Auch Maria Trinkler ist mit dem neuen Zimmer zufrieden. Es sei besser und bequemer, nun ein eigenes WC zu haben, meint sie.

Den Modulbau hat der «Abendfrieden» von einem Heim in Wittenbach übernehmen können. «Wir hoffen, dass wir ihn später weiterverkaufen können», sagt Brühwiler.

Blick in den Demenzgarten des Gartentrakts. (Bild: pd)

Blick in den Demenzgarten des Gartentrakts. (Bild: pd)