Das «Nein-Komitee» fordert Antworten der Schule

Die Abstimmung über den Verkauf des Ferienheims Rossfall erhitzt die Gemüter. Am 4. September treffen die Argumente aufeinander.

Ralf Rüthemann
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ARBON. Plakate, eine Internetseite und viele Fragen an die Schulbehörde. Das Referendumskomitee zur Abstimmung über den Verkauf des Ferienheims Rossfall sorgt in Arbon für grosses Aufsehen. Philipp Hofer, Felix Heller, Reto Neuber und Lukas Auer haben im April 513 Unterschriften für ihr Referendum eingeholt und dieses dadurch locker zustande gebracht.

Verkaufspreis: 200 000 Franken

«Über den Vertragsinhalt mit dem Käufer Schule Schloss Kefikon hat sich die Primarschulgemeinde Arbon bisher völlig ausgeschwiegen», sagt CVP-Stadtparlamentarier Philipp Hofer. Er und seine Mitstreiter im Komitee wollen vor allem diesen Vertragsinhalt erfahren. Sie stellen zum Beispiel die Frage in den Raum, wie man auf den Verkaufswert von 200 000 Franken kommt, obwohl der Verkaufswert vor zehn Jahren bei rund 510 000 Franken lag. «Und warum wird bei dieser Schätzung ausser Betracht gelassen, dass zum Ferienheim Rossfall 7000 Quadratmeter Land gehört?»

Ein weiterer Punkt, den das Referendumskomitee erwähnt, betrifft eine bestimmte Klausel im Kaufvertrag. Diese regelt den Erhalt des Sommerlagers im Ferienheim Rossfall für die Arboner Kinder. «Die Öffentlichkeit wurde weder in der Abstimmungsbotschaft noch in Zeitungsberichten, noch sonst irgendwo informiert, dass der vertragliche Kündigungsschutz dieser Klausel lediglich für drei Jahre besteht. Wir fragen uns, warum der genaue Vertragsinhalt vertuscht wird», sagt Hofer.

Antworten auf alle Fragen

Im Vertrag wird geregelt sein, dass die Schule Schloss Kefikon selbst für die Lagerleitung sorgt. Da stellt sich die nächste Frage für das Referendumskomitee: «Weshalb dürfen nicht mehr motivierte Arboner Freiwillige die Leitung des Sommerlagers übernehmen?», fragt SP-Stadtparlamentarier Felix Heller. «Wir wissen auch nicht, wie viel die Miete und die Entlöhnung des Personals der Privatschule Schloss Kefikon sind, wenn wir uns als Gäste für das Lager ins Ferienheim einmieten müssen.»

Die Schulgemeinde hat auf all diese Fragen eine Antwort und eine nachvollziehbare Erklärung, wie Primarschulpräsidentin Regina Hiller sagt. «An der Infoveranstaltung am 4. September im Bergli erläutern wir die einzelnen Punkte detailliert.»