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Das legendäre Hotel lässt grüssen

Lange hat der Weinfelder Bürgerarchivar Franz Xaver Isenring nach der Türe des ehemaligen Hotels Krone in Weinfelden gesucht. Jetzt hat er sie in Ottoberg gefunden. Familie Vogel hatte die Türe 1968 vor der Verschrottung gerettet.
Esther Simon
Bürgerarchivar Franz Xaver Isenring ist glücklich: Die Eingangstüre des ehemaligen Hotels Krone befindet sich unversehrt in Ottoberg. (Bild: Andrea Stalder)

Bürgerarchivar Franz Xaver Isenring ist glücklich: Die Eingangstüre des ehemaligen Hotels Krone befindet sich unversehrt in Ottoberg. (Bild: Andrea Stalder)

OTTOBERG. Der entscheidende Hinweis kam am 17. Februar. Damals referierte der Weinfelder Bürgerarchivar Franz Xaver Isenring im Rathaus vor etwa 250 Zuhörerinnen und Zuhörern über das Hotel Krone am Marktplatz, das 1968 zum Leidwesen vieler Weinfelder abgebrochen worden war. Er wüsste schon gerne, wo das schöne Wirtshausschild und andere Sachen aus der «Krone» hingekommen seien, hatte Isenring am Vortrag gesagt.

Hundert Franken bezahlt

«Noch am gleichen Abend erfuhr ich, dass sich die Türe zum ehemaligen Haupteingang des Hotels bei der Familie Vogel an der Hauptstrasse 10 in Ottoberg befindet, und das seit 1968», sagt Isenring. Die Gebrüder Vogel betreiben an dieser Adresse ein Fachgeschäft für Heizungen und sanitäre Anlagen. Isenring: «Familie Vogel hat die Türe beim Abbruch des Hotels legal erworben und dafür sogar noch hundert Franken bezahlt.» Ebenfalls im Besitz der Familie befindet sich das ehemalige Garagentor der «Krone». Isenring ist glücklich über diesen unerwarteten Fund, vor allem auch, weil sich die Türe in guten Händen befindet.

Eine heisse Spur

Eine heisse Spur verfolgt Franz Xaver Isenring inzwischen auch zum ebenfalls seit 1968 verschwundenen Wirtshausschild – über jene Firma, welche die «Krone» vor 48 Jahren abgebrochen hat. Ausserdem kann er sich auch Hoffnungen machen auf andere Gegenstände aus der «Krone».

«Der Hinweis in der Thurgauer Zeitung vom 19. Februar, wonach ich nach verschwundenen Gegenständen suche, hat viel gebracht», sagt Isenring. «Ich erhielt viele Reaktionen aus Deutschland, Frankreich, aus der Romandie, aus dem Kanton Bern und natürlich auch aus dem Thurgau. Es waren alles Heimweh-Weinfelder. Sie riefen mich wegen meines Vortrages oder wegen des Artikels in der Thurgauer Zeitung an. Und die meisten erzählten ihre persönliche Geschichte, die sie in der Krone erlebt hatten.» Tatsächlich hatte die «Krone» lange einen legendären Ruf. Immerhin waren im damals ersten Haus am Platz während Jahrzehnten bekannte Stummfilmstars, Sänger und Magier aufgetreten. Davon zeugt das «Krone»-Gästebuch, welches das Bürgerarchiv seit 2015 als Leihgabe besitzt.

Weitere Vorträge geplant

Nach dem Vortrag vom 17. Februar hat Isenring zwei weitere Anfragen für Referate an Klassenzusammenkünften erhalten. Das Interesse der Weinfelder an der «Krone» scheint noch immer gross zu sein. Für Isenring ist deshalb jetzt schon klar, dass er nächstes Jahr wieder über die «Krone» sprechen wird, «dann mit den aktuellen Ergebnissen der Suche nach verschwundenen Gegenständen».

Kontakt: fxisenring@gmail.com

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