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Das Konzil auf der Burg

An der zehnten Kradolf-Schönenberger Wandernacht kamen die Teilnehmer in den Genuss einer Inszenierung in den Gemäuern der Ruine Heuberg.
Ramona Riedener
Die Wanderer begegnen einer Gestalt aus dem Mittelalter. (Bild: Ramona Riedener)

Die Wanderer begegnen einer Gestalt aus dem Mittelalter. (Bild: Ramona Riedener)

SCHÖNENBERG. Die Wanderer trauten zunächst ihren Augen nicht, als sie am Samstag unterhalb der Ruine Heuberg von einer Gestalt aus längst vergangener Zeit angehalten wurden. Nur ein wenig ausruhen wollten sie sich nach dem steilen Aufstieg, um danach die nächtliche Wanderung Richtung Ruine Last fortzusetzen. Einlass in die Gemäuer gewährte Ritter Ulrich Richental erst, als die Gruppe ihn davon überzeugen konnte, dass sie brave Eidgenossen und nicht gefürchtete Habsburger waren. Ritter Richental, Sohn des Konstanzer Stadtschreibers, rastete mit der Königin, der Gattin von König Sigmund, auf der Burg.

Einzige Überlebende

Nicht minder erstaunt waren die Edelleute über die seltsame und unziemliche Bekleidung ihrer unverhofften Gäste. Auch wunderten sich die Königin und der Ritter, dass sie offensichtlich die einzigen Überlebenden aus jener Zeit sind, in der sich im nahen Konstanz die Kirchenführung gerade zu einer Versammlung von welthistorischer Bedeutung traf.

Zeitreise ins Spätmittelalter

Geschichten aus den Jahren 1414 bis 1418, der Zeit des Konstanzer Konzils, erzählten die Kunsthistorikerin Ines Stadie und der deutsche Schriftsteller Henry Gerlach anlässlich des Zehn-Jahr-Jubiläums der Kradolf-Schönenberger Wandernacht. Die perfekte Kulisse für die 20minütige Inszenierung boten die verfallenden Mauern der Ruine Heuberg. Petrus scheint ein Freund der Veranstaltung zu sein, denn die zwei Wandergruppen konnten die Aufführung im Trockenen geniessen. Eingeladen zum königlichen Mahl wurden die braven Eidgenossen allerdings nicht. Zu wenig fein waren ihre Manieren und ihre Gewänder. Doch angesichts der Speisen, von denen die Königin schwärmte, zogen es die Wanderer ohnehin vor, weiterzuziehen und sich auf der Ruine Last vom Ski- und Wanderclub Schönenberg-Kradolf-Sulgen kulinarisch verwöhnen zu lassen.

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