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Das Juni-Unwetter wirkt sich aus

KRADOLF-SCHÖNENBERG. Das Budget 2016 der Gemeinde Kradolf-Schönenberg sieht ein Defizit vor, doch beträgt das Minus bloss 60'000 Franken. Erfreulich: Die Ausgaben steigen nur minim, die Erträge legen deutlich zu, und der Steuerfuss bleibt konstant.
Georg Stelzner
Aufräumarbeiten nach dem Unwetter vom 14. Juni 2015; in Kradolf sind die Schäden besonders gross. (Bild: Nana do Carmo)

Aufräumarbeiten nach dem Unwetter vom 14. Juni 2015; in Kradolf sind die Schäden besonders gross. (Bild: Nana do Carmo)

Exakt 59 500 Franken beträgt der budgetierte Verlust im Voranschlag für das Jahr 2016. «Bei einem Umsatz von über 11 Millionen Franken darf man das Budget somit durchaus noch als ausgeglichen bezeichnen», rückt Walter Schönholzer die Relationen zurecht. Der Gemeindepräsident von Kradolf-Schönenberg verweist darauf, dass der Gesamtaufwand im Vergleich zu 2015 lediglich um 107 000 Franken oder rund 1 Prozent auf 11,13 Mio. Franken steige, während der Ertrag wesentlich deutlicher, nämlich um 267 000 Franken oder gut 2,5 Prozent, auf 11,071 Mio. Franken zunehme.

Bevölkerung wächst

Höhere Aufwendungen sind laut Schönholzer in den Bereichen Kulturförderung (Dorffest zum 20-Jahr-Jubiläum der Politischen Gemeinde), Kranken- und Pflegeheime (Pflegefinanzierung), öffentlicher regionaler Personenverkehr, Friedhof und Bestattung (Friedhofunterhalt in Kradolf und Sulgen) sowie Raumplanung (Revision der Ortsplanung) zu erwarten.

Als Nettoertrag aus Gemeindesteuern rechnet die Behörde mit 3,125 Mio. Franken. Im Vergleich zum Budget 2015 wächst der Steuerertrag nochmals um 125 000 Franken . «Diese erfreuliche Entwicklung ist primär eine Folge des Bevölkerungswachstums», erläutert Schönholzer. Einen Anstieg gegenüber 2015 verzeichneten auch die Erträge von Liegenschaften- und Grundstückgewinnsteuern.

Prioritäten neu gesetzt

Im Ortsbild von Kradolf und Schönenberg sind kaum noch Spuren des Unwetters vom 14. Juni sichtbar. In der Investitionsplanung hat die Naturkatastrophe jedoch deutliche Spuren hinterlassen. «Der Gemeinderat musste nochmals über die Bücher und die Prioritäten neu setzen», erklärt Schönholzer. In den nächsten zwei, drei Jahren seien in Kradolf grössere Unterhaltsarbeiten sowie Hochwasserschutzmassnahmen an den Bächen auszuführen. Der Gemeinderat habe für 2016 und 2017 jeweils 300 000 Franken als Bruttoaufwand vorgesehen. Man dürfe aber davon ausgehen, dass sich Bund und Kanton zu etwa zwei Dritteln an den Kosten beteiligen werden. Ursprünglich vorgesehene Bauvorhaben wie die Sanierung der Buhwilerstrasse würden zurückgestellt. Schönholzer: «Nur so ist es möglich, den Finanzhaushalt langfristig in Ordnung zu halten.»

Hochwasserschutz an Bächen

Die für 2016 geplanten Nettoinvestitionen im steuerfinanzierten Bereich beziffert der Gemeindepräsident mit 1,29 Mio. Franken. Das seien 230 000 Franken mehr als im laufenden Jahr. «Das wird vermutlich zu einer leichten Neuverschuldung führen», räumt Schönholzer ein.

Die Investitionen konzentrieren sich auf den Strassenbau sowie den Hochwasserschutz entlang von Bächen. Schönholzer erinnert daran, dass etwa die Rosengartenstrasse in Kradolf durch das Unwetter vom Juni stark in Mitleidenschaft gezogen worden sei. Zudem solle diese Strasse ein Trottoir erhalten.

Weitere Verluste zu erwarten

Gemäss Finanzplan ist im Ergebnis der Laufenden Rechnung im Zeitraum von 2016 bis 2020 mit moderaten Aufwandüberschüssen zu rechnen. Die Bandbreite reicht von rund 130 000 im Jahr 2017 bis knapp 350 000 Franken im Jahr 2018.

Unter der Voraussetzung, dass die Gemeinden keine zusätzlichen grossen Aufgaben übernehmen müssten, könnten diese Defizite mit dem vorhandenen Eigenkapital problemlos gedeckt werden, betont Schönholzer. Auch hinsichtlich der Entwicklung des Steuerfusses gibt der Gemeindepräsident Entwarnung: «Eine Erhöhung wird in den nächsten drei, vier Jahren kaum ein Thema sein.»

Walter Schönholzer Gemeindepräsident von Kradolf-Schönenberg (Bild: Reto Martin)

Walter Schönholzer Gemeindepräsident von Kradolf-Schönenberg (Bild: Reto Martin)

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