Das ist ein Maskenball mit Biss

Wer am Oberaacher Maskenball teilnehmen möchte, muss sich etwas einfallen lassen. Was andernorts Wunsch ist, wird hier zur Pflicht. Ein charmantes Lächeln an der Kasse genügt nicht. Nur wenige Unmaskierte erhalten Zutritt.

Chris Marty
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Fröhliche, ausgelassene Stimmung am Oberaacher Maskenball; das Motto «Im Zoo» trägt massgeblich dazu bei. (Bilder: tgplus.ch/Chris Marty)

Fröhliche, ausgelassene Stimmung am Oberaacher Maskenball; das Motto «Im Zoo» trägt massgeblich dazu bei. (Bilder: tgplus.ch/Chris Marty)

OBERAACH. Der Oberaacher Maskenball ist ein Mottoball. Heuer hiess das Thema «Im Zoo». Und so wimmelte es am Samstagabend in der Turnhalle nur so von Tigern, Leoparden, Bären und Affen! Aber auch das wandelnde Tierfutter und Popcorn für Zweibeiner fehlte nicht.

Maskenball als Highlight

So richtig wild werden Corine Brühlmann (23) und Alexandra Darms (22) aus Amriswil, wenn die richtige Musik gespielt wird und Raubtierfütterung ist. «Wenn einmal losgelassen, ist der Dompteur nebensächlich, die Post geht auch ohne ihn ab!», sagen sie lachend. Leopardin Tanja Frischknecht (26) aus Effretikon ist gerade wegen diesem aus der Region weggezogen: «Zum Maskenball komme ich aber gern zurück, er ist das Highlight!» Sonst schliesst sie sich der Meinung ihrer Kolleginnen an.

Gäste aus nah und fern

Bei Beni Müller (26) aus Kemmental wird es dann zoologisch-wild, wenn die Leute in Fahrt kommen und die Stimmung steigt. In die Runde blickend, meint er: «Wir sind auf gutem Weg!» Dem Teufel Stephan Wilhelm (26) ist der Oberaacher Maskenball fast eine halbe Schweizer Reise wert. Er ist von Tuggen aus dem Kanton Schwyz, am oberen Ende des Zürichsees, angereist. Seine Wildheit kommt dann zum Vorschein, wenn das andere Geschlecht lockerer wird und das gewisse Etwas ausstrahlt. Aber auch Leute, Stimmung und Musik müssten stimmen, fügt er an. Pro Maske haben Tanja Warger (23) aus Amriswil) und ihre Zoo-Mitbewohnerin rund 30 Minuten zum Schminken gebraucht: «Mein tierisches Temperament strahle ich aus, wenn Ballermannmusik gespielt wird. Dann klappe ich meine Tigerohren runter und stelle mich taub!» Als The Red Spiderman gekommen ist Kurt Oppikofer (21) aus Oppikon. Bei ihm wirkt gute Musik, viele Leute und «ein Güxli am Hut». Melanie Wüst (22) aus Romanshorn ist Guggenfan. Am besten gefällt ihr die Glöggli-Clique. Dass sie auch auftrat, machte sie völlig wild.

Drei Wildkatzen auf der Suche nach Beute: Corine Brühlmann, Alexandra Darms und Tanja Frischknecht.

Drei Wildkatzen auf der Suche nach Beute: Corine Brühlmann, Alexandra Darms und Tanja Frischknecht.

Zwei Miezekätzchen haben Spiderman getroffen: Tanja Warger, Kurt Oppikofer und Melanie Wüst.

Zwei Miezekätzchen haben Spiderman getroffen: Tanja Warger, Kurt Oppikofer und Melanie Wüst.

Teuflische Spitzbuben: Beni Müller und Stephan Wilhelm.

Teuflische Spitzbuben: Beni Müller und Stephan Wilhelm.

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