Das Hin und Her mag keiner

Die Stimmung in der Altstadt ist bedrückt. Dass die Hauptstrasse bald wieder im Gegenverkehr befahrbar sein wird, löst Unsicherheit aus. Im Städtli umgehört hat sich Luisa Gomringer.

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Bild: Daniel Meierhofer, 50 Inhaber Metzgerei Meierhofer

Bild: Daniel Meierhofer, 50 Inhaber Metzgerei Meierhofer

Das Modegeschäft Held gibt es seit bald 80 Jahren, Bis 2014 hatte es hier immer Gegenverkehr. Daher sind wir es uns gewohnt. Als Problem sehe ich jedoch die Unsicherheit der Leute. Man weiss ja kaum noch, wo man jetzt durchfahren darf und wo nicht.

Es ist schade, dass es bestimmt wieder lauter wird im Städtli. Speziell in diesem Jahr kamen viele Touristen und sagten, wie schön und ruhig es hier doch sei. Viele unserer Kunden haben aber auch über den Umweg gejammert, den sie im letzten Jahr und bis jetzt auf sich nehmen mussten, um zu uns zu gelangen.

Für mich ist es das Allerletzte und von den Anwohnern der Promenadenstrasse purer Egoismus. Es war so viel angenehmer, durch die Altstadt zu spazieren, gerade für uns ältere Leute. Und was das Ganze wieder kostet! Alles wird von uns bezahlt.

Es ist einfach schade, dass jetzt auf der Hauptstrasse wieder auf Gegenverkehr umgestellt wird. Ich kann jetzt meine Stühle und Tische nicht mehr nach draussen auf die Fahrbahn stellen. Die Kunden haben nämlich die Sitzplätze sehr gerne genutzt während der Zeit. So verliere ich eindeutig Kundschaft.

Die Unruhe hätte verhindert werden können, hätte die Stadt die Verlängerung des Provisoriums rechtzeitig beantragt. Durch das Versäumnis gibt es keine andere Möglichkeit, als den Gegenverkehr wieder einzurichten. Auch Parkplätze fallen weg.

Das Provisorium war die erste grosse Verkehrsänderung in Arbon seit dem Zweiten Weltkrieg. Jetzt hat man sich zwischenzeitlich daran gewöhnt – und nun soll es schon wieder ändern. Dieses ständige Hin und Her mag keiner. Ausserdem finde ich es gefährlich, in der engen Altstadt zweispurig zu fahren.

Jetzt ist ein einziges verwirrendes Chaos. Ohne den Gegenverkehr war viel mehr möglich. Gerade bei der «Usestuehlete». Wir konnten sogar eine Band vor den Eingang stellen, was bei Gegenverkehr wegen des vielen Lärms nie möglich gewesen wäre.

Jetzt werden wieder öffentliche Gelder verschwendet. Die Aufhebung des Einbahnverkehrs ist klar ein Nachteil für uns, da wir hier unser Geschäft haben und hier wohnen. Ausserdem haben wir jetzt noch weniger Parkplätze. Aber dann sollen die Leute halt wieder auf dem Trottoir parkieren, um ihre Wurst zu holen.

Bild: Daniel Meierhofer, 50 Inhaber Metzgerei Meierhofer

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