Das Handwerk der Feuerwehr

Zwei Frauen und fünf Männer folgten der Einladung der Feuerwehr Weinfelden zu einem Einführungskurs. Die Rekrutierung neuer Kräfte hat hohe Priorität.

Werner Lenzin
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Feuerwehrmann Dominik Göhring erklärt Eveline Füllemann den Führerstand eines Feuerwehr-Lastwagens. (Bild: Werner Lenzin)

Feuerwehrmann Dominik Göhring erklärt Eveline Füllemann den Führerstand eines Feuerwehr-Lastwagens. (Bild: Werner Lenzin)

WEINFELDEN. Insgesamt 430 Weinfelderinnen und Weinfelder hat das Feuerwehrkommando Weinfelden zum Informationsabend eingeladen, gekommen sind deren sieben. Der eigentliche Bedarf von Feuerwehrkommandant Stefan Jünger sind jedoch 20 Personen. Trotzdem kann er am Ende des Donnerstagabends eine positive Bilanz ziehen. «Ich bin zufrieden und freue mich, dass sich fünf der sieben Beteiligten spontan angemeldet haben und einer eine Anmeldung zugesichert hat», sagt Jünger.

Kameradschaft und Sold

Zuvor lernten die sieben Interessierten das Handwerk der Feuerwehr kennen. Die Ortsfeuerwehr, den Stützpunkt, den regionalen Sanitätszug und die Chemiewehr Thurgau bezeichnet Jünger als die vier Kernaufgaben der Feuerwehr Weinfelden. «Wir möchten ihnen heute einen ersten Eindruck vermitteln und zeigen, dass Feuerwehr Spass machen kann», begrüsst der Kommandant die Interessenten. Er erklärt ihnen das Ereignisspektrum, bevor Vizekommandant Jürgen Bröll die Botschaft überbringt: «Wir brauchen Feuerwehrleute mit Kopf, Herz und Hand. Was wir bieten können sind Kameradschaft, Anlässe, Feuerwehrverein und Sold». Praktisch werden die Züge mit ihren Aufgaben direkt an den jeweiligen Fahrzeugen unter der Leitung von Dani Fuchs und Karl Fink vorgestellt.

Es gibt keine Vorträge und langen Reden, in erster Linie ist Mitmachen angesagt. Die Teilnehmer selbst entscheiden die Reihenfolge der Posten wie Autodrehleiter, Atemschutz oder Wasserwehr. «Die Interessierten sollen zusammen mit weiblichen und männlichen Feuerwehrangehörigen einen Einblick in unsere Arbeit erhalten», so das Ziel des Kommandanten.

Ausbildung in zehn Modulen

Wer sich für die Feuerwehr entscheidet, dem wird eine Ausbildung angeboten mit zehn Ausbildungsmodulen an neun Abenden und an einem Samstag. «Es ist auch möglich, während des Jahres in die Ausbildung einzusteigen», betont Stefan Jünger. Er weist darauf hin, dass jederzeit Leute aufgenommen werden können und auch ein Ausstieg wieder jederzeit möglich ist.