Das Gratisparkieren ist vorbei

WEINFELDEN. Die Gemeinde Weinfelden führt im Gebiet südlich des Bahnhofs eine kostenpflichtige Parkierzone ein. Mit dieser Massnahme will die Behörde die Wohnquartiere vom Suchverkehr und wilden Parkieren entlasten.

Urs Bänziger
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Parkierte Autos an der Schützenstrasse. Ab den nächsten Tagen müssen ihre Halter dafür bezahlen. (Bild: Reto Martin)

Parkierte Autos an der Schützenstrasse. Ab den nächsten Tagen müssen ihre Halter dafür bezahlen. (Bild: Reto Martin)

WEINFELDEN. Die Parkfelder sind markiert und numeriert. Was noch fehlt, sind die Parkuhren. Sind diese montiert, dann ist es vorbei mit dem Gratisparkieren rund um das Berufsbildungszentrum (BBZ) in Weinfelden. Denn der Gemeinderat und das Gemeindeparlament haben beschlossen, im Gebiet südlich des Bahnhofs eine kostenpflichtige Parkierzone einzuführen.

Es ist die dritte kostenpflichtige Zone auf öffentlichem Grund in Weinfelden, die anderen beiden befinden sich im Zentrum. Der Parkplatz auf der nördlichen Seite des Bahnhofgeländes bewirtschaften die SBB.

120 kostenpflichtige Parkfelder

Für die Umsetzung ist das Amt für Sicherheit verantwortlich. Wie Amtsleiter Silvan Frischknecht sagt, werden die Parkuhren in den nächsten Tagen montiert. Dann müssen Autofahrer, die ihre Fahrzeuge in der Schützenstrasse und anderen Quartierstrassen südlich des Bahnhofs abstellen, in die Tasche greifen. Die erste Stunde kostet drei, jede weitere einen Franken. Maximal kostet das Parkieren von 7 bis 19 Uhr acht Franken. So viel müssen Lehrlinge aufbringen, wenn sie mit dem Auto zum BBZ fahren. Denn es sind vor allem Berufsschüler, die in den Quartierstrassen ihre Fahrzeuge parkieren. Ihnen stehen rund 120 markierte kostenpflichtige Parkfelder zur Verfügung.

Anwohner reklamierten

Die Einführung der Kostenpflicht habe zum Ziel, den Suchverkehr in den Wohnquartieren einzudämmen, sagt Frischknecht. «Der Suchverkehr führte immer wieder zu Reklamationen bei den Anwohnern.» Ein Teil der jetzt kostenpflichtigen Parkfelder war vorher der Blauen Zone zugeordnet. Dies führte dazu, dass Berufsschüler mehrmals am Tag ihre Fahrzeuge umparkierten.

Parkfelder wurden zudem im weiteren Umkreis des BBZ markiert. Mit diesen ebenfalls weiss gekennzeichneten, aber kostenlosen Feldern will die Gemeindebehörde dem wilden Parkieren ein Ende setzen. «In Quartierstrassen ohne markierte Felder hat die Gemeinde keine rechtliche Grundlage, um gegen das wilde Parkieren vorzugehen. Hat es jedoch markierte Felder, müssen die Autofahrer auf diesen parkieren. Wer sich nicht daran hält, kann gebüsst werden», erklärt Silvan Frischknecht.

Teils chaotische Zustände

Neben Berufsschülern sind es auch Pendler, die im Umkreis des Bahnhofs ihre Fahrzeuge den ganzen Tag stehen lassen. Zeitweise herrschten chaotische Zustände, sagt der Ressortleiter öffentliche Sicherheit im Gemeinderat, Hans Eschenmoser. Er hofft, dass die neue Parkierzone die Situation verbessern und die Quartierstrasse entlasten wird.