Das Gemeindewappen aus Stein

Uttwil. Ueli Eggmann kreierte in mühseliger Kleinarbeit aus Steinen das Uttwiler Wappen. Inspiration für das mosaikartige Gebilde waren geschichtliche Hintergründe.

Stephanie Martina
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Stein für Stein setzte Ueli Eggimann zum Wappen zusammen. (Bild: Stephanie Martina)

Stein für Stein setzte Ueli Eggimann zum Wappen zusammen. (Bild: Stephanie Martina)

«Seit 30 Jahren spielte ich bereits mit dem Gedanken, einst ein Mosaik zu erstellen», erzählt Ueli Eggmann. Vor vier Jahren habe er, nach einer ausführlichen Planungsphase, schliesslich angefangen, sein Vorhaben in die Tat umzusetzen. «Die Idee kam mir, als meine Frau und ich einen Landschaftsgärtner beauftragten, in unserem Garten einen Weg anzulegen. Kurzerhand entschloss ich mich, die Oberfläche selbst zu gestalten. Somit liessen wir ausschliesslich den Unterbau von einem Fachmann verrichten», erklärt der 86jährige.

Detaillierte Pläne

Bald sei auch festgestanden, was für ein Motiv entstehen sollte. «Da wir in einem «döllischen» (Anm. d. Red.: siehe Kasten) Haus wohnen, stand sogleich fest, dass es das Uttwiler Wappen werden soll», so der ehemalige Möbelschreiner. Nach zahlreichen detaillierten Skizzen und Plänen konnte zur Bauphase übergegangen werden. Aus teilweise eigenhändig gesuchten sowie gekauften Steinen begann der Uttwiler seine Vorstellungen zu verwirklichen.

Carrara und Säntis

Dabei verwendete er zwei unterschiedliche Steinsorten. Zum einen Kalksteine, die er unter andrem vom Säntis und vom Gotthard beschaffte. Zum anderen Carrara-Steine. Diese stammen aus dem gleichnamigen italienischen Steinbruch, der bekannt ist für seinen schneeweissen Marmor. Dazu kamen weitere Hilfsmittel wie ein Hammer, Sand, Zement und zwei Schleifmaschinen, mit denen er jeden einzelnen Stein selbst in Form schliff.

Nach Lust und Laune

«Manchmal habe ich wochenlang nicht daran gearbeitet. Es war wie ein Hobby, das ich je nach Zeit und Lust ausgeübt habe», berichtet Ueli Eggmann. Nach Beendigung der dreijährigen Bauzeit liess er sein Kunstwerk vom Landschaftsgärtner rundherum mit Waschbeton veredeln.

Entschädigung für Lärm

Anlässlich der kürzlichen Fertigstellung des Wappens wurde eine Feier veranstaltet. Eingeladen waren Familie, Freunde und Bekannte sowie die Nachbarn, die während der gesamten Bauzeit geduldig den Lärm ertragen hatten.

Ueli Eggmann (Bild: (stm))

Ueli Eggmann (Bild: (stm))

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