Das Gartenhaus darf wieder aufgebaut werden

GOTTLIEBEN. Über ein Jahr hat es gedauert. Nun hat die Bürgergemeinde Gottlieben endlich die Bewilligung. Sie darf das Gartenhäuschen auf ihrer Parzelle am Seeufer wieder aufbauen. Der Gemeinderat konnte das Gesuch nun bewilligen.

Michèle Vaterlaus
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GOTTLIEBEN. Über ein Jahr hat es gedauert. Nun hat die Bürgergemeinde Gottlieben endlich die Bewilligung. Sie darf das Gartenhäuschen auf ihrer Parzelle am Seeufer wieder aufbauen. Der Gemeinderat konnte das Gesuch nun bewilligen. Aber erst nachdem der Kanton sein OK dafür gegeben hat (unsere Zeitung berichtete).

Das zwölf Quadratmeter grosse Häuschen wurde vor über drei Jahren abgebrochen, weil alte, faule Bäume daneben gefällt werden mussten. Eigentlich hatte der damalige Mieter eine Vereinbarung mit dem Gemeinderat, dass das Häuschen wieder aufgebaut werden kann. Doch dann hat der Kanton einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Die Gemeinde, die üblicherweise als erste Instanz ein Baugesuch beurteilt, hätte damals grünes Licht gegeben. «Aber in der Freihaltezone ist der Kanton zuständig», sagt Frau Gemeindeammann Rosmarie Obergfell. So hat die Bürgergemeinde versucht, erst einmal die Parzelle in eine Gartenzone umzuwandeln. Das Amt für Umwelt und das Amt für Raumplanung haben das Gesuch aber abgelehnt. «Wir haben deshalb auf eine Ausnahmebewilligung gehofft», sagt Hans Wittich, Präsident der Bürgergemeinde. Auch damit ist sie abgeblitzt.

Unterschlupf, kein Ferienhaus

Unter anderem habe der Kanton seinen Entscheid damit begründet, dass das Garten- und Badehaus als Ferienhaus genutzt werden soll. Schon damals meinte Hans Wittich, dass das absurd sei. Der Pächter wohne nämlich in Gottlieben. Trotzdem sei das Häuschen wichtig. «Es ist ein Unterschlupf. Und gewisse Geräte für den Garten werden dort verstaut. «Wir hatten das Gefühl, dass das Gesuch willkürlich abgelehnt wurde.»

Der Rekurs hat geklappt

Die Bürgergemeinde hat also einen Anwalt beigezogen und Rekurs gegen den Entscheid eingelegt. «Wir haben auf die Bestandesgarantie gepocht», sagt Wittich. Das heisst: Gebäude, die bereits vor 1972 standen, sind gemäss des Raumplanungsgesetzes geschützt und dürfen in der Regel auch wieder aufgebaut werden. Das hat geklappt. Der Kanton hat das Gesuch wieder erwogen und schliesslich bewilligt. «Darüber sind wir sehr froh», sagt Wittich. Auch Rosmarie Obergfell ist erleichtert. Wann das Häuschen wieder aufgebaut wird, ist aber offen. «Das organisiert der Pächter», sagt Wittich. «Wahrscheinlich passiert das vor nächstem Sommer.»