Das Fundament ist gelegt

AMRISWIL. Kürzlich hat an der Schrofenstrasse 12 in Amriswil das Basement seine Türen geöffnet. Der Club will mit verschiedenen Events Gäste jeden Alters ansprechen. Am Samstag sind die Hip-Hop-Fans an der Reihe.

Michelle Sommerhalder
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Bei den technischen Installationen muss Clubmitglied Marco Clausen noch einiges optimieren. (Bild: Maya Mussilier)

Bei den technischen Installationen muss Clubmitglied Marco Clausen noch einiges optimieren. (Bild: Maya Mussilier)

Ein paar junge Leute in Hip-Hop-Kluft stehen rauchend vor dem Eingang des Basement. Darunter ist Marco Neuenschwander, einer der zwölf Betreiber des Clubs. Der Kleidungsstil sagt jedoch nicht die Musik des Clubs an. Jeden zweiten Samstag gibt es eine Party, und jedes Mal ist ein völlig anderer Musikstil angekündigt.

Verschiedene Geschmäcker

«Es ist nicht so, dass wir zu Beginn einmal austesten wollen, bei welcher Musik wir ein volles Haus haben. Das wissen wir bereits», erklärt Marco Neuenschwander. «Die Idee ist es, einen Club zu haben, bei dem für jeden Geschmack etwas dabei ist. Sei es ein gemütlicher Blues für reifere Besucher oder House für die jungen Partygänger; der Auswahl sind keine Grenzen gesetzt. Unser Ziel ist es, weg von den einförmigen Musiktrends zu kommen, da es schon aus zu vielen Clubs heraus gleich tönt.»

Bei der Eröffnungsparty vom 8. September lief Techno- und Electro-Sound, und die Tanzfläche bebte. Im Basement hat es Platz für rund 450 Gäste, und an der Eröffnung hatte es zahlreiche neugierige Besucher.

Live-Mitschnitte der Party

Gemeinsam haben die zwölf Betreiber das Basement renoviert und umgestaltet. «Wir haben alles selbst umgebaut und unser eigenes Geld hineingesteckt», sagt Marco Neuenschwander stolz. Der Eingangsbereich ist komplett umgestaltet: Alles wurde neu verputzt und gemalt, die Kasse ist jetzt gleich neben dem Eingang in einem richtigen Kassenhäuschen. Den Gang zieren nun auch Flachbildschirme, auf denen bald Live-Mitschnitte der jeweils laufenden Party zu sehen sein werden. «Man soll reinkommen und sofort einen Eindruck davon kriegen, was einen auf der Tanzfläche erwartet», erklärt Neuenschwander dazu.

Kaum geschlafen

Auch eine bediente Garderobe gibt es jetzt. Früher haben die Gäste ihre Jacken selbst aufgehängt. So einiges ist liegen geblieben, weil man es nicht mehr gefunden hat. Neu ist auch die Bar. Diese wurde verlängert und präsentiert sich nun in neuem Gewand. In der neuen Lounge können Plätze reserviert werden.

«Wir standen vor der Eröffnung unter Zeitdruck, waren in den letzten Zügen des Umbaus. Am Wochenende der Eröffnung haben wir kaum geschlafen», erzählt Marco Neuenschwander weiter. Sobald sie den ersten Gewinn aus ihrem Projekt ziehen, werden ein neues Mischpult und frische Plattenspieler angeschafft.

Am Samstag geht die Post ab

Am Freitag läuft jeweils ein gemütlicher Abend mit Gratiseintritt, wo man es sich in der Lounge bequem machen kann und es Getränke im Glas gibt. Zweimal im Monat geht am Samstag die Post ab. Die Bühne ist eingerichtet für Konzerte. Darauf standen schon Bands mit 15 Musikern – zum Teil mit grossen Instrumenten. Nächsten Samstag an der «This is Hip Hop»-Party wird die zehnköpfige Band Pullup Orchestra mit verschiedenen Instrumenten wie Trompete, Posaune oder Pauke auf der Bühne stehen. An den darauffolgenden Events geht es mit Reggae und Metal/Rock weiter. Nachdem die zwölf Betreiber den Club komplett umgestaltet haben, arbeiten sie nun auch an ihrem Image. «Gepflegte Kleidung ist erwünscht», meint Neuenschwander.

Informationen zum Programm werden jeweils auf der Homepage www.baseclub.ch aufgeschaltet.

Marco Neuenschwander (Bild: pd)

Marco Neuenschwander (Bild: pd)