Das Fantastical kostet wieder

Das Kreuzlinger Seenachtsfest wird sicherer. Die Veranstalter planen ein Besucher-Informationssystem und rechnen mit Mehrkosten von 40 000 Franken. Um diese zu decken, bezahlen alle ab 16 Jahren am Samstag fünf Franken Eintritt.

Nicole D'orazio
Drucken
Teilen
Die Besucher strömen am Fantastical durch die Ständemeile. (Archivbild: Donato Caspari)

Die Besucher strömen am Fantastical durch die Ständemeile. (Archivbild: Donato Caspari)

KREUZLINGEN. Die Sicherheit an grossen Anlässen ist in aller Munde. So auch bei den Verantwortlichen des Fantasticals, das vom 9. bis 11. August im Kreuzlinger Hafenareal stattfindet. «Wir werden in diesem Jahr ein Besucher-Informationssystem für eine allfällige Evakuierung des Festgeländes installieren», sagt Geschäftsführer Thomas Gut. Gedanken über solche Massnahmen habe man sich schon länger gemacht. Und im letzten Jahr habe man beschlossen, ein solches Konzept auf dieses Fest hin umzusetzen. «Die Ereignisse am Eidgenössischen Turnfest in Biel bestärken uns in diesem Vorgehen.»

Das bisherige Konzept für eine Evakuierung sei eher einfach und pragmatisch gewesen. Der Plan war, die Besucher über die Standbetreiber und Plakate zu informieren, erklärt Gut. Es habe sich die Frage gestellt, wie effizient das Vorgehen gewesen wäre. «Es wird alles professionalisiert. Wir arbeiten nun auch in diesem Punkt eng mit der Delta Security und der Kantonspolizei Thurgau zusammen.» Diese würden auch die Interventionsgrenzen und die Handlungsempfehlungen festlegen sowie die Lage beurteilen.

Zehn Prozent über dem Budget

Für das System gibt es laut Gut zwei Möglichkeiten: Entweder wird auf dem ganzen Gelände eine Lautsprecheranlage aufgestellt oder man wird über ein Funksignal die Informationen auf die Bühnen und an die Stände senden. «Dafür müsste man Sender installieren.» Die Massnahmen würden Mehrkosten von 40 000 Franken verursachen, sagt Gut. «Das sind zehn Prozent über unserem Budget von 400 000 Franken.» Die Kosten würden die Technik, die Infrastruktur sowie das Personal beinhalten. «Die Grösse des Gebiets ist auch ein Faktor für die hohen Kosten.»

Gewinn wird zurückgestellt

Die Mehrausgaben wollen die Verantwortlichen mit einem Eintrittsgeld von fünf Franken für Personen ab 16 Jahren kompensieren. «Aber nur am Samstag», sagt Gut. Damit ist das Seenachtsfest nach zehn Jahren nicht mehr gratis, und das Gelände wird umzäunt. «Wir hoffen natürlich wieder auf insgesamt 50 000 Besucher», sagt er. «Mit dem Eintritt können wir auch erfassen, wie viele es wirklich sind.» Es sei schwierig, mit einer Zahl von Zahlenden zu kalkulieren. «Sollte mehr eingenommen werden als die 40 000 Franken, werden wir den Gewinn natürlich für das nächste Jahr zurückstellen.» Im OK habe man viele Ideen, wie man das Geld investieren könne.

Etwas Positives hat die Systemänderung: «Wir können nun bei den Eingängen Rucksack-Kontrollen vornehmen und verhindern, dass Glasflaschen auf das Gelände kommen.» Bei der Bodensee-Arena gab es zuletzt Probleme mit Scherben.