Das EZO wieder auf festem Eis

ROMANSHORN. Der Betrieb des Eissportzentrums Oberthurgau ist für die nächsten fünf Jahre gesichert. Nach der Standortgemeinde Romanshorn und der Stadt Arbon hat am Sonntag auch Amriswil die nötigen Betriebsbeiträge gesprochen.

Markus Schoch
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Eissportzentrum Oberthurgau: Der Übernahme durch Romanshorn steht nichts mehr im Wege. (Bild: Reto Martin)

Eissportzentrum Oberthurgau: Der Übernahme durch Romanshorn steht nichts mehr im Wege. (Bild: Reto Martin)

Jahrelang suchten die Gemeinden in der Region nach einer Lösung, wie die Betrieb des defizitären Eissportzentrums Oberthurgau (EZO) gesichert werden kann. Und jetzt geht plötzlich alles fast wie von selbst. «Vor drei Jahren hätte das noch niemand für möglich gehalten», sagt der Romanshorner Gemeindeammann David H. Bon.

Die Romanshorner bewilligten Mitte April mit deutlichem Mehr einen Kredit von 4,2 Millionen Franken zum Kauf der Anlage von der privaten EZO Eissportzentrum AG. Und sie genehmigten gleichzeitig jährliche Betriebsbeiträge von je 91 000 Franken. Mitte September beschloss das Arboner Stadtparlament einstimmig, den Betrieb des EZO in den nächsten fünf Jahren mit je rund 63 000 Franken zu unterstützen. Und am Sonntag stellten sich auch die Amriswiler hinter die regionale Sportanlage: Sie gaben jährliche Zuschüsse von fast 58 000 Franken frei bis ins Jahr 2017.

Starkes Signal ausgesendet

Mit den Geldern der drei Städte ist die Existenz des Eissportzentrums für die nächsten fünf Jahre gesichert. Das Modell sieht allerdings vor, dass sich weitere Gemeinden in der Region an den Kosten beteiligen. Sie haben bis im März des nächsten Jahres Zeit, einen entsprechenden Entscheid zu fällen. Ziel sind jährliche Betriebsbeiträge von insgesamt 300 000 Franken.

Sowohl Bon als auch Thomas Dufner, der Verwaltungsratspräsdent der EZO Eissportzentrum Oberthurgau AG, sind zuversichtlich, dass die meisten Gemeinden mitmachen werden und nicht dem Beispiel von Dozwil, Horn und Zihlschlacht-Sitterdorf folgen, die das EZO nicht mittragen wollen. «Ich bin sicher, dass die Solidarität spielen wird», sagt Bon. Romanshorn, Arbon und Amriswil hätten «ein starkes Signal» ausgesendet und ein «unmissverständliches Zeichen» für die regionale Zusammenarbeit gesetzt.

Trittbrettfahrer zahlen mehr

Trittbrettfahrer dürfe es keine geben, wurde bei der Beratung der Vorlage im Arboner Parlament gefordert. Die Gemeinden in der Region haben deshalb die Erwartung, dass es bei den Tarifen Unterschiede geben wird, sagt Stephan Tobler, der Präsident der Regionalplanungsgruppe Oberthurgau. Konkret: Wer aus einer Gemeinde kommt, die den Betrieb des EZO mitfinanziert, soll weniger Eintritt zahlen als einer, dessen Gemeinde abseitssteht. Das sei so geplant, sagt Dufner.