Das Eis wird dünn

E s war eine Niederlage mit Ansage. Die Ankündigung kam sozusagen mit eingeschriebenem Brief, so dass es für Hanspeter Heeb keinen Zweifel darüber geben konnte, dass er an der Budgetgemeinde allein auf weiter Flur stehen wird.

Markus Schoch
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E s war eine Niederlage mit Ansage. Die Ankündigung kam sozusagen mit eingeschriebenem Brief, so dass es für Hanspeter Heeb keinen Zweifel darüber geben konnte, dass er an der Budgetgemeinde allein auf weiter Flur stehen wird. Absender der Mitteilung waren alle Parteien, die Sekundarschulbehörde und seine Kollegen von der Primarschulbehörde. Sie alle liessen ihn Wochen im voraus wissen, dass sie nichts halten von der Idee, die beiden Schulverwaltungen heute zusammenzulegen. Heeb ignorierte die Warnsignale und das klare Nein der Schulbürger zu den Plänen beim ersten Anlauf an der Rechnungsgemeinde im Mai – und scheiterte am Montagabend grandios.

So unnötig die Niederlage, so gravierend sind die Folgen für Heeb, der mit dem Kopf durch die Wand wollte. Er steht jetzt als unbelehrbar da und dürfte viel Vertrauen verloren haben. Sein Kredit war ohnehin nicht allzu gross. Im Frühling des letzten Jahres wählte ihn fast ein Drittel derjenigen nicht, die einen Zettel in die Urne warfen. Heeb war einziger Kandidat.

Nach seinem Sololauf nicht einfacher wird die Zusammenarbeit in der Primarschulbehörde, die sich vorgestern öffentlich gegen ihren Präsidenten stellte und sich auf die Seite der Sek schlug. Und bei dieser ist die Gesprächsbereitschaft sicher auch nicht grösser geworden. Die Kommunikation war bereits in Vergangenheit sehr schwierig. Der Versuch mit Heeb als Vertreter der Primarschule bei der Sek musste ziemlich schnell abgebrochen werden. Es ging einfach nicht. Das sind schlechte Aussichten. Heeb stehen schwierige Zeiten bevor. Das Eis ist dünn geworden.