«Das darf doch nicht wahr sein!»

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Mit diesem Ansturm haben sie nicht gerechnet, die Organisatoren der Amriswiler EM-Arena. Während in der alten Agrarhandel-Halle schon eine Viertelstunde vor Beginn des Spiels Schweiz – Tschechien alle Sitzplätze besetzt sind, ist die rote Schlange vor dem Eingang lang wie im Stadion. Das Bedürfnis, die Auftaktpartie der Euro 08 in Gemeinschaft zu erleben, Emotionen mit anderen zu teilen, ist so gross, dass auch Stehplätze in Kauf genommen werden. Es lohnt sich, denn Emotionen weckt die Partie zur Genüge. Man freut sich über die gute Leistung der Schweizer Nati. Ein Tor will allerdings trotz Überlegenheit nicht fallen. Mit Anfeuerungsrufen versuchen die Amriswilerinnen und Amriswiler das ihrige zu einem positiven Spielausgang beizutragen. Als sich Captain Alex Frei verletzt, dämpft dies die Stimmung spürbar und als die Tschechen ihre erste Torchance nützen, ist sie auf dem Tiefpunkt. Doch die Schweiz gibt nicht auf. Vonlanthen hat den Ausgleich auf dem Fuss, trifft aber nur die Latte. «Das darf doch nicht wahr sein!», tönt es verzweifelt. Und als die Zeitlupe zeigt, dass «uns» in der gleichen Szene ein glasklarer Elfmeter verweigert wurde, macht sich Wut gegen den Schiedsrichter breit. In den letzten Minuten sind die Blicke zu Hunderten gebannt auf die Leinwand gerichtet. Den Schlusspfiff sehen manche schon als Ende der Träume. «Frei verloren, das wichtige erste Spiel verloren – das war's!» Konsterniert ziehen einige von dannen, andere schauen sich noch Portugal – Türkei an. (rh) (Bild: Roger Häni)

Mit diesem Ansturm haben sie nicht gerechnet, die Organisatoren der Amriswiler EM-Arena. Während in der alten Agrarhandel-Halle schon eine Viertelstunde vor Beginn des Spiels Schweiz – Tschechien alle Sitzplätze besetzt sind, ist die rote Schlange vor dem Eingang lang wie im Stadion. Das Bedürfnis, die Auftaktpartie der Euro 08 in Gemeinschaft zu erleben, Emotionen mit anderen zu teilen, ist so gross, dass auch Stehplätze in Kauf genommen werden. Es lohnt sich, denn Emotionen weckt die Partie zur Genüge. Man freut sich über die gute Leistung der Schweizer Nati. Ein Tor will allerdings trotz Überlegenheit nicht fallen. Mit Anfeuerungsrufen versuchen die Amriswilerinnen und Amriswiler das ihrige zu einem positiven Spielausgang beizutragen. Als sich Captain Alex Frei verletzt, dämpft dies die Stimmung spürbar und als die Tschechen ihre erste Torchance nützen, ist sie auf dem Tiefpunkt. Doch die Schweiz gibt nicht auf. Vonlanthen hat den Ausgleich auf dem Fuss, trifft aber nur die Latte. «Das darf doch nicht wahr sein!», tönt es verzweifelt. Und als die Zeitlupe zeigt, dass «uns» in der gleichen Szene ein glasklarer Elfmeter verweigert wurde, macht sich Wut gegen den Schiedsrichter breit. In den letzten Minuten sind die Blicke zu Hunderten gebannt auf die Leinwand gerichtet. Den Schlusspfiff sehen manche schon als Ende der Träume. «Frei verloren, das wichtige erste Spiel verloren – das war's!» Konsterniert ziehen einige von dannen, andere schauen sich noch Portugal – Türkei an. (rh) (Bild: Roger Häni)

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