«Das Aussehen zählt überall»

UTTWIL. Schwarzhaarig, 19 Jahre, shoppingsüchtig: Das ist Sarah Kozjak aus Uttwil, eine der Kandidatinnen für die Wahl zur Miss Ostschweiz 2012. Die angehende Dentalassistentin träumt von einem Model-Vertrag.

Thomas Ammann
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«Ich achte immer darauf, wie ich aus dem Haus gehe»: Miss-Ostschweiz-Kandidatin Sarah Kozjak. (Bild: Reto Martin)

«Ich achte immer darauf, wie ich aus dem Haus gehe»: Miss-Ostschweiz-Kandidatin Sarah Kozjak. (Bild: Reto Martin)

Am 5. Mai wird im Amriswiler Pentorama die Miss Ostschweiz 2012 gekürt. Eine der zwölf Kandidatinnen ist Sarah Kozjak aus Uttwil. Sie könnte die Nachfolgerin von Patricia Rimle werden. Angemeldet hat sie sich aus dem gleichen Grund wie viele andere Schönheiten: «Die Chance, von einer Modeagentur oder einem Label entdeckt zu werden, ist bei einem Schönheitswettbewerb einfach grösser.» Die Modewelt war schon immer ein Traum der 19-Jährigen. «Ich möchte meine Grenzen kennenlernen und schauen, wie weit ich kommen kann.»

Viel Zeit vor dem Spiegel

Kozjak macht keinen Hehl daraus, dass ihr das Aussehen wichtig ist. «Man sollte schon etwas angepasst sein, denn das Aussehen zählt überall dazu. Ich achte immer darauf, wie ich aus dem Haus gehe.» Entsprechend viel Zeit verbringe sie vor dem Spiegel. Schönheitsoperationen lehnt sie nicht grundsätzlich ab: «Wenn sich eine Person nicht wohl fühlt, ist es okay. Aber man sollte es nicht übertreiben.» Kozjak möchte auch an sich selbst gerne etwas verändern. Was, das verrät sie nicht.

Die Schwarzhaarige mit kroatischen Wurzeln ist ein Familienmensch. Sich am Wochenende in proppenvollen Discos durch die Menge zu zwängen, ist nicht ihr Ding. «Ich geniesse es, mit meinen Eltern, meiner Schwester und meinem Bruder zu Hause zu sein.»

Vielleicht fehlt ihr auch das Geld, denn die Uttwilerin bezeichnet Shopping als ihre grosse Schwäche. «Mein Lohn ist jeweils schnell weg», sagt sie lachend. Schuhe hat sie wider erwarten nur sehr wenige. Handtaschen haben es ihr angetan.

Ausbildung hat Priorität

Sarah Kozjak befindet sich noch in der Ausbildung zur Dentalassistentin – kein alltäglicher Beruf. «Ich war früher sehr viel beim Zahnarzt. Ich musste viel leiden», erzählt sie. Aber seit der fünften Klasse sei für sie klar gewesen, dass sie diesen Beruf erlernen möchte. Im Sommer wird sie die Lehre abschliessen. Und mitten im Prüfungsstress findet die Miss-Ostschweiz-Wahl statt. Keine einfache Situation – zumal bei einer allfälligen Wahl viele weitere Verpflichtungen warten würden. Die 19-Jährige sagt aber klar: «Meine Ausbildung hat absolute Priorität.»

«Gönne jeder den Sieg»

Mit den anderen Miss-Kandidatinnen versteht sich Kozjak gut. «Mit zwei, drei Frauen bin ich ständig in Kontakt.» Konkurrenzkampf Fehlanzeige. «Wir sind eine Gruppe. Ich würde jeder Bewerberin den Sieg gönnen. Ich bin schon froh, unter den letzten zwölf zu sein.»

Als Ziel für die Wahlnacht setzt sie sich einen Platz in den Top 6. Falls es noch weiter reiche, sei dies phantastisch. Was sie bei einem Sieg machen würde, hat sich Kozjak noch nicht überlegt. Überzeugen möchte sie Jury und Publikum «mit meiner Ausstrahlung, Sympathie und selbstbewusstem Auftreten».

Keine Angst vor Stalkern

Ihre Familie und Freunde stehen voll hinter der Kandidatur der 19-Jährigen. Am Anfang hätte die Familie nicht ernsthaft daran geglaubt, dass sie es schaffen könnte. «Ich selbst hatte auch meine Zweifel.» Aber jetzt seien alle sehr stolz auf sie. Ihr Freund tue sich noch etwas schwer mit der Tatsache, dass sie sich einer breiten Öffentlichkeit präsentieren wird. «Aber das muss er akzeptieren.»

Angst vor Stalkern oder Verehrern hat Kozjak nicht. «Ich bin grundsätzlich sehr vorsichtig, mit wem ich verkehre.» Auf Facebook nimmt sie nur Freundschaftsanfragen an, wenn sie die Person kennt. Entsprechend hat sie «nur» 130 Freunde.

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