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«Das Ambiente hier ist einmalig»

Der Schauspieler Julian Weigend und seine Lebenspartnerin Maya Forster treten am Donnerstag noch einmal in Hagenwil auf. Danach ist für eine Weile Pause. Sie sind sich aber sicher: «Wir kommen wieder.»
Rita Kohn
Immer auf Achse: Maya Forster und Julian Weigend sind ständig unterwegs. Immer wieder machen sie halt in Hagenwil. (Bild: Rita Kohn)

Immer auf Achse: Maya Forster und Julian Weigend sind ständig unterwegs. Immer wieder machen sie halt in Hagenwil. (Bild: Rita Kohn)

An der Seite von Schimanski (Götz George) war er auf der Spur von Verbrechern, oft war er als sympathischer Herzensbrecher unterwegs, nun schlüpft er in die Rolle von Luzius Angehrn, einem Vorfahren der heutigen Besitzerfamilie des Schlosses Hagenwil: Schauspieler Julian Weigend hat sich vom Wasserschloss im Süden Amriswils bezirzen lassen. «Das Ambiente hier ist einmalig», lacht der Schauspieler herzlich und blickt sich im Schlossrestaurant um. Es ist nicht der erste Morgen, den er in Hagenwil verbringt.

Seit die höfische Veranstaltungsreihe im Frühjahr gestartet worden ist, gehört Julian Weigend zur auftretenden Crew.

Rückkehr geplant

Dabei bewegt sich der Schauspieler, der sich weit grössere Bühnen gewohnt ist, sicher zwischen den Tischen im grossen Saal, sitzt mit einer Nonchalance hinter dem grossen Tisch im Rittersaal und erzählt gar Gruseliges.

Die Auftritte in Hagenwil machten ihm Spass, sagt Julian Weigend, und mit etwas Bedauern meint er, dass er nun eine Pause einlegen müsse, was die höfischen Veranstaltungen betreffe. Im Herbst, wenn der bekannte historische Roman «Die Wanderhure» von Iny Lorentz in einer Gemeinschaftsproduktion von mehreren Fernsehgesellschaften gedreht wird, steht der gebürtige Grazer wieder vor der Kamera.

Doch Hagenwil wird er nicht ganz aus seiner Agenda streichen: Klappt alles wie geplant, könnte Julian Weigend schon nächstes Jahr bei sommerlichen Festspielen ins Wasserschloss zurückkehren.

Gleich begeistert

Wie aber kommt der in Berlin lebende Schauspieler Julian Weigend zu einem Auftritt in Hagenwil? Er lacht. Der Kontakt zu Florian Rexer hat dies möglich gemacht.

Denn dieser hat mit seiner Agentur Feierwerk und dem jungen Schlosswirt Andy Angehrn die höfischen Veranstaltungen ins Leben gerufen. Kennengelernt haben sich Florian Rexer und Julian Weigend im Stadttheater St. Gallen. Er habe sich unter dem Begriff Wasserschloss gar nichts vorstellen können, bekennt der Schauspieler verschmitzt. Allerdings war er sofort begeistert, als er das Schloss zum ersten Mal zu Gesicht bekommen hat. Ähnlich erging es seiner Lebenspartnerin Maya Forster.

Die gebürtige Flawilerin und Sängerin trägt mit ihrer starken Stimme zum Gelingen der höfischen Veranstaltungen bei.

Auch in Hagenwil ein Kribbeln

Dass ihn pro Abend im Wasserschloss nur gerade rund 50 bis 60 Leute erleben, macht die Sache für den Bühnenprofi nicht weniger aufregend. Er gesteht: «Selbst in Hagenwil habe ich dieses Kribbeln, bevor ich rausgehe.» Wenn das einmal nicht mehr so sein sollte, müsse er sich neue berufliche Perspektiven überlegen.

«Das ist das Elementare an unserem Beruf», sagt er ernst und betont: «Es macht Spass, die unmittelbare Reaktion der Menschen zu erleben.» Dadurch, dass er in Hagenwil ganz nahe am Publikum sei, bekomme er solche Reaktionen besser mit.

Ideale Ergänzung

Sein Beruf zwingt Julian Weigend zu einem modernen Nomadenleben. Wenn immer möglich, begleitet ihn Maya Forster.

Doch da sie gerade dabei ist, als Sängerin eine eigene Karriere zu machen, lassen sich die beiden Programme nicht immer vereinbaren. «Wenn Maya ein längeres Engagement hat und ich anderswo am Drehen bin, sehen wir uns eine gewisse Zeit lang nicht», meint der Schauspieler und bekennt: «Dann fehlt sie mir schon nach kurzer Zeit sehr.» Doch dies sei einer der Kompromisse, die man eingehen müsse. Ansonsten ergänzten sie sich sehr gut. Maya Forster nickt. Ja, auch sie findet, dass die Schauspielerei und der Gesang einander gut ergänzten.

Sie habe schon davon profitieren können, dass sie von Partner Julian mehr über die Schauspielerei erfahren habe. Umgekehrt meint er, dass sich ihm durch die Stimme seiner Frau die Welt des Gesangs ganz anders präsentiere als früher. Besonders schön für das junge Paar ist es, wenn es seine Kunst in ein gemeinsames Projekt einbringen kann. Eben wie jenes in Hagenwil.

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